Sechs Trends für Big Data

Mohammed Hübsch
©Shutterstock.com/Dirk Ercken

Über Big Data wurde in den letzten Jahren viel geschrieben. Die einen bezeichnen es als große Chance, um völlig neue Erkenntnisse zu gewinnen, andere warnen vor den Auswirkungen der Datenkontrolle und zitieren am laufenden Band George Orwells 1984. Derweil überlegen Unternehmer aller Art, wie sie ihre Datenbestände ebenso lukrativ wie Google oder Amazon ausschöpfen können.

Dabei ist Big Data nicht nur ein gehyptes Schlagwort für die IT-Industrie. Wir alle sind Teil davon und generieren mit jedem Klick im Internet, jedem Einkauf, Facebook-Post oder Tweet weitere neue Daten, deren Auswertung bereits heute nachhaltige Auswirkungen mit sich ziehen, siehe: Big Data rettet Leben. Das weltweite Datenvolumen verdoppelt sich alle zwei Jahre, Tendenz steigend. Kurzum, Big Data bleibt auch die nächsten Jahre ein bestimmendes Thema. Wir werfen einen Blick auf kommende Trends und verraten, was in Sachen Big Data auf sie zukommen könnte.

Datenanalyse > Bauchgefühl

Für Unternehmen gewinnt die Auswertung von Daten immer mehr an Bedeutung. Der Unternehmer von morgen vertraut daher weniger seinem goldbringenden Bauchgefühl, sondern setzt auf knallharte Datenanalysen, die in der Entscheidungsfindung ausschlaggebend sein werden.

Datenschutz und Datensicherheit bleibt relevant

Nicht nur Bürger, auch Unternehmer sorgen sich um die Sicherheit ihrer Daten. Es wird im Zuge des Big Data Hypes immer mehr Richtlinien und Gesetzesfestlegungen geben, wie mit den Daten anderer umgegangen werden kann. Für Unternehmen dürfte es zu einem Balanceakt werden, innovative, datengesteuerte Projekte durchzuführen, ohne dabei Daten zu missbrauchen.

Andere Branchen springen auf den Big-Data-Zug auf

Bislang war von Big Data vor allem in der IT-Branche zu hören. Dieser Umstand wird sich alsbald ändern. Branchen wie das Gesundheitswesen werden die Vorteile der Auswertung von Datenbeständen erkennen und vermehrt auf Big-Data-Analysen setzen. Im Zuge dessen werden anspruchsvollere Tools entwickelt, die den Beteiligten dabei helfen, trotz fehlender Expertise Daten richtig auszuwerten.

Intelligentere Big-Data-Programme

Bislang setzen Firmen vermehrt auf hoch bezahlte, spezialisierte Datenanalysten. Doch damit Big Data richtige Wellen schlagen kann, benötigt es einfacher zu bedienende Programme, die ohne wesentliche Big-Data-Kenntnisse genutzt werden können.

Cloud und Big Data nähern sich an

Die Verbrüderung zwischen Big Data und der Cloud ist bereits heute ersichtlich und wird auch in Zukunft zunehmen. Durch die Datenbewahrung in Clouds können Kosten in der Datenübertragung gespart werden.

Heiße den Chef-Datenanalysten willkommen

Durch die stetig wichtiger werdende Auswertung und Generierung von Daten werden große Unternehmen, die unglaubliche Mengen an Daten erzeugen, bald einen Chef-Verantwortlichen ausmachen, der den Prozess der Datenauswertung leiten wird. Mit dem Chef-Datenanalysten, auch Chief Data Officer (CDO) genannt, entsteht eine neue Berufsbezeichnung, die verstärkt von Bedeutung sein wird.   

Ganz gleich, ob all diese Trends und Prognosen genauso eintreffen werden, bleibt Big Data ein Thema, dass auch die nächsten Jahre für Begeisterungsstürme und Kontroversen sorgen wird. Es bleibt spannend. 

Aufmacherbild: big data exabyte terrabyte or gigabyte in very large data set cloud computing storage von Shutterstock / Urheberrecht: Dirk Ercken

Geschrieben von
Mohammed Hübsch
Mohammed Hübsch ist Student der Sozialen Arbeit an der FH Frankfurt und arbeit seit 2013 bei S&S Media GmbH.
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