Schreibst du noch oder kopierst du schon?

Hartmut Schlosser

Das Schönste am Programmieren ist, mit einer weißen Seite anzufangen. So hatte Mike Taylor, Entwickler bei Index Data, in seinem Blog argumentiert und den „Copy/Paste-Wahn“ kritisiert, in den die meisten Entwickler bereits verfallen seien. Immer mehr Entwickler wüssten gar nicht mehr so recht, wie sie richtig Code schreiben könnten.

Ob das Verwenden von Bibliotheken tatsächlich so verwerflich ist, oder vielleicht nicht vielmehr gerade der entscheidende Fortschritt moderner Softwareentwicklung darstellt, haben wir die JAXenter-Leser in unserem Quickvote gefragt. Und das Ergebnis: Die Mehrzahl sieht die Möglichkeit, Vorhandenes in eigene Projekte einzubauen und somit das Rad nicht mehr neu erfinden zu müssen, tatsächlich als innovativ an:

Unsere Frage:

Wer schreibt heute noch „from scratch“?

Das Ergebnis:

  1. Das Gegenteil von „from scratch“ ist doch gerade die Innovation: vorhandenes Wissen wählen und nach Belieben einsetzen. (45%)
  2. Im Daily Job gehört Copy/Paste einfach dazu, aber manchmal kann man die Bibliotheken auch noch selbst schreiben. (35%)
  3. Mit einer leeren Seite anzufangen, ist das Ideal – das reine Kopieren aus Bibliotheken hat nichts mit Programmieren zu tun. (20%)

Teilnehmer: 384

Für satte 80% gehört also das Kopieren von fremden Code in eigene Projekte zum modernen Programmieralltag.

Unsere nächste Quickvote-Frage ist ähnlich gelagert. Wenn Kodieren und Kopieren zum heutigen Programmieren gehören, dann vielleicht auch das Modellieren? Wir fragen deshalb, wie stark Sie in Ihrer Arbeit Ansätze der modellgetriebenen Softwareentwicklung (MDSD) einsetzen:

Kodieren Sie noch oder modellieren Sie schon?

Stimmen Sie ab!

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
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