Impressionen von der EclipseCon 2011

Schlüsselwort-basierte Suche: What is love?

Maximilian Kögel

Ein Logbuch meiner persönlichen Highlights von der EclipseCon 2011.

Log 2: Dienstag, 22. März 2011

Meine Highlights der EclipseCon am Dienstag waren die Präsentation
Building Web Applications with EMF and GWT von Ed Merks, der p2 Talk von Ian Bull und Pascal Rapicault und nicht zuletzt die Keynote über Watson von David Gondek:

Ed Merks zeigte, wie man EMF zusammen mit dem Google Web Toolkit einsetzen kann. Mit ungefähr ein oder zwei Klicks brachte er eine EMF-basierte GWT Anwendung (oder eine GWT-basierte EMF Anwendung) zum Laufen. Das berühmte Bibliotheksbeispiel war nicht nur lokal auf dem Rechner des Vortragenden, sondern auch auf Google Appspot verfügbar. Leider hat Ed Merks während des Tutorials nie den Browser aktualisiert, während des Tutorials waren eine Menge Änderungen am Server aufgelaufen…;)

Ian Bull und Pascal Rapicault präsentierten eine Menge Verbote und Gebote für p2 auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise. Hiermit verspreche ich, dass ich nicht mehr einfach Features and Plug-ins direkt in eine Eclipse-Instanz entpacken werde, dass ich nicht mehr zweimal mit derselben Versionsnummer releasen werde und dass ich die p2 Metadaten nicht von Hand editiere…;) Auch scheint es eine schlechte Praxis zu sein, Tausende von Plug-ins im Eclipse dropin folder zu lagern, zumindest wenn man Wert auf einen schnellen Eclipse-Start legt. Aber im Ernst, diese Präsentation war eine sehr informative Veranstaltung, die gezeigt hat, wie man leicht „Ärger“ mit p2 vermeiden kann, welcher meist auf eigene Fehler zurückgeht.

In seiner Keynote hat David Gondek die Mission von Watson erläutert und erklärt, wie Watson funktioniert. Heute wird vor allem Schlüsselwort-basierte Suche eingesetzt. Diese Suche hat aber den Nachteil, dass die Verantwortung für die Auswahl „geeigneter“ Schlüsselwörter beim Benutzer liegt. Zusätzlich verschlechtert die Anzahl der Suchworte im Allgemeinen die Qualität der Ergebnisse. Unter vielen anderen Statistiken aus dem Bereich der häufigsten Suchanfragen waren die Ergebnisse für „What is…?“ („Was ist …?“) Fragen interessant. An Platz 1 steht die Frage „What is love?“ („Was ist Liebe?“), konsequenterweise gefolgt von „What is autism?“ („Was ist Autismus?“).
Im Gegensatz zu Schlüsselwort-basierter Suche verwendet Watson umfangreiche Analysen und logische Schlussfolgerungen. Zum Beispiel hat Watson eine Berechnungskomponente für geographische Schlussfolgerungen, die Suchbegriffe geografisch in Beziehung setzt. Durch die vielen lebendigen Beispiele in der Präsentation ist es David Gondek gelungen, ein gutes Bild der Probleme bei der Erschaffung der Suchmaschinen der nächsten Generation zu zeichnen.

Maximilian Kögel ist Eclipse-Entwickler und Consultant bei EclipseSource und Leiter der Eclipse-Projekte EMFStore und EMF Client Platform.
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