Scaladin: Wie man Scala mit Vaadin zusammen bringt

Hartmut Schlosser

Kreative Wortschöpfungen waren schon immer ein Faible der IT-Branche – eine Branche, in der vieles, vorher Unbekanntes, das noch keinen Namen trägt, erschaffen wird. Und so haben auch die Entwickler von „Scaladin“ ein neues Wort erfunden, das möglichst genau das gemeinte Framework umschreiben will.

Nein, mit dem Geist aus Aladins Wunderlampe hat das Scaladin-Framework nichts am Hut. Klarer wird das Wortspiel, wenn man neben dem offensichtlichen Scala noch die zweite Komponente verrät, die Scaladin auszeichnet – nämlich das populäre Web-Framework Vaadin.

Das früher als Scala-Wrappers bekannt Projekt Scaladin bringt also Vaadin mit Scala zusammen. Die aktuelle Version Scaladin 1.0 vereinfacht das Entwickeln von Vaadin-Anwendungen mit Scala. Dabei erweitert Scaladin Vaadin-Komponenten derart, dass etwa Konstruktoren mit benannten Parametern möglich werden, um Komponenten einfach zu initialisieren. Außerdem wird die Nutzung von Vaadin Listenern in Scala zum Kinderspiel.

Auf der Projektseite ist folgendes Beispiel von einem Vaadin UI zu sehen, das mit Scaladin erzeugt wurde:

val layout = new VerticalLayout(width = 100 pct, height = 100 pct) {
  add(new Label(content = "Persons", style = Reindeer.LABEL_H1))
  add(new Table(width = 100 pct, height = 100 pct), ratio = 1)
  add(new HorizontalLayout(spacing = true) {
    add(new Button("Edit selected", _ => editClicked()))
    add(new Button("Add new", _ => addNewClicked()))
  })
}
getMainWindow.setContent(layout)
  

Scaladin steht auf GitHub unter der Apache-2.0-Lizenz zum Download bereit. Eine grundlegende Einführung in die Nutzung von Vaadin mit Scala gibt´s auf dem Vaadin-Wiki. Und wer Vaadin noch nicht kennen sollte, dem sei noch einmal der erstklassige Artikel „Vaadin – ein Java-Webframework im Visier“ von Florian Müller ans Herz gelegt.

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Hartmut Schlosser
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