Scala 2.11 ist final

Claudia Fröhling

Die JVM-Sprache Scala hat Version 2.11 erreicht. In den Release Notes heißt es, 2.11.x ziele vor allem auf Java 6 ab und besitze einen ersten, noch experimentellen Support für Java 8. Mit dem neuen Release soll Scala auch schlanker werden: die Standard-Bibliothek des Scala-Kerns hat laut Release Notes 20 Prozent seines Bytecodes verloren. Außerdem wurde der Scala-Compiler intern modularisiert, um Presentation Compiler, Scaladoc und REPL zu trennen. Das soll Contributions aus der Community erleichtern. Auch in Sachen Scala Macros gab es wichtige Änderungen, wie beispielsweise die so genannten Quasiquotes, die Eugene Burmako in einem Blogpost genauer erläutert.

Number Crunching

Insgesamt soll es für Scala 2.11 613 Bugfixes gegeben haben. 112 Leute haben laut Release Notes an dem Release mitgearbeitet. Der Post listet auch alle Unterprojekte auf, die bereits gegen 2.11 getestet wurden und die, die noch auf dem Stand des RC4 sind.

Eine Klärung gibt es außerdem in Sachen Software-Lizenz. In der Vergangenheit hatte es leichte Abänderungen der BSD-Lizenz gegeben und das führte zu rechtlichen Problemen bei Entwicklern, die Scala produktiv einsetzen wollten. Bereits seit Scala 2.11 M5 ist man zum Standard-Wording der 3-Clause-BSD-Lizenz zurückgekehrt.

Scala und Java 8: Best Friends Forever?

Mit dem achten Major Release Mitte März hat sich Java bei Programmierern viele „Kudos“ zurückerobert, die sie in der Vergangenheit verloren hatte. Das liegt nicht zuletzt an den Spracherweiterungen und speziell an den Lambda-Ausdrücken in Java 8. Nach dem Release entfachte eine neue Diskussion über das Verhältnis zwischen Java und dem einst als Java-Killer betitelten Scala, siehe „Ist Java 8 der Todesstoß für Scala?“. Eine weitere Leseempfehlung zum Thema Koexistenz von Programmiersprachen ist „Der Fall Scala: Weshalb sollte man Scala verteidigen“.

Martin Odersky live in Mainz

Wer sich tiefgehend mit dem Scala-Ökosystem beschäftigen möchte, sollte unbedingt einen Blick auf den Scala Day der kommenden JAX 2014 in Mainz werfen. Als besonderes Highlight wird Scala-Erfinder Martin Odersky vor Ort sein und am Dienstag die Keynote „Scala – the Simple Parts“ präsentieren. Um die Wartezeit bis Mai zu überbrücken, gibt es hier schon einmal das Video „7 gute Gründe, sich Scala einmal genauer anzuschauen“ von Heiko Seeberger.

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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