Ein neuer Ansatz für NoSQL

NoSQL-Datenbank RethinkDB 2.0 erreicht ersten Release Candidate

Michael Thomas

© Shutterstock.com/kubais

Die Enwicklung der quelloffenen NoSQL-Datenbank RethinkDB hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Ein erster Release Candidate steht ab sofort zu Testzwecken zum Download bereit.

Nach rund fünf Jahren Entwicklungszeit wird der nun in greifbare Nähe rückende Release von RethinkDB 2.0 die erste offiziell für den Produktionseinsatz freigegebene Version darstellen. Kommerzielle Support-Möglichkeiten und weitere Dienstleistungen sollen die Veröffentlichung flankieren.

Features

Doch auch der soeben erschienene erste Release Candidate, RethinkDB 2.0.0-RC1, kann sich bereits sehen lassen. Nach Aussagen der Entwickler wurden nicht nur Performance und Stabilität der Datenbank verbessert, sondern auch zahlreiche Features implementiert, die die mit Version 1.16 eingeführte Echtzeit-Funktionalität sinnvoll ergänzen.

So kann sowohl dem get_all– als auch dem union-Befehl nun ein changefeed angefügt werden. Des Weiteren steht eine optionale EventMachine-Integration für die Durchführung von asynchronen Abfragen im Ruby-Treiber sowie eine optionale Tornado-Integration für asynchrone Abfragen im Python-Treiber zur Verfügung. Beide Integrationen finden sich zwar noch nicht in den Client-Treibern, die benötigten Backend-Features stehen jedoch bereit. Eine volle Unterstützung soll zeitnah erfolgen.

Über RethinkDB

RethinkDB ist eine quelloffene, verteilte Datenbank für die Speicherung von JSON-Dokumenten, die mit ReQL über eine schnörkellose doch mächtige Abfragesprache verfügt und durchaus eine Alternative zu MongoDB darstellen könnte: So hat sich MongoDB u.a. aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit über die Jahre zwar zu einer der populärsten nicht-relationalen Datenbanken gemausert. Bei der Skalierbarkeit müssen allerdings einige Abstriche in Kauf genommen werden; Cassandra, CouchDB oder Riak machen in dieser Hinsicht eine bessere Figur.

RethinkDB verfolgt wiederum einen anderen Ansatz und möchte das beste aus beiden Welten zusammenbringen: Eine leichte Bedienbarkeit und eine leichte Skalierbarkeit über zahlreiche Server hinweg. Im Rahmen dieser Bestrebungen konnte RethinkDB in den letzten Jahren über 12 Millionen Dollar Risikokapital einsammeln. Das 2009 gegründete Unternehmen stützt sich nach eigenen Aussagen darüber hinaus auf eine zahlenmäßig starke und lebendige Community

Aufmacherbild: hardware in internet data center room von Shutterstock.com / Urheberrecht: kubais

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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