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Ein neuer Ansatz für NoSQL

RethinkDB 2.0 bereit für den Produktionseinsatz

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Murik7777777

Mit RethinkDB soll die Erstellung und Skalierung von Echtzeitanwendungen dramatisch vereinfacht werden. Nach rund fünf Jahren Entwicklungszeit steht mit RethinkDB 2.0 nun die erste offiziell für den Produktionseinsatz freigegebene Version der quelloffenen, verteilten NoSQL-Datenbank bereit. Zusätzlich stehen erstmals auch kommerzielle Support-Möglichkeiten und weitere Dienstleistungen zur Verfügung.

Herkömmliche Datenbanksysteme fit für Echtzeitanwendungen zu machen, kann sich sehr knifflig gestalten und verschlingt mitunter Ressourcen, die nicht jede Organisation stemmen kann. Um auch kleineren Unternehmen die Erstellung von Echtzeitanwendungen zu ermöglichen, verfolgt RethinkDB ein neues Datenbankzugriffsmodell, bei dem in Echtzeit kontinuierlich Daten zu den Anwendungen geschoben werden.

Features

RethinkDB 2.0 – das mir „Yojimbo“ den Namen eines Samuraifilms der Regielegende Akira Kurosawa trägt – erlaubt Entwicklern die Nutzung mehrerer Dutzend Sprachen, zu denen u.a. Python, Ruby und Node.js zählen. Über Technologien wie WebSockets oder SignalR ist zudem eine Integration mit AngularJS, React und weiteren Frameworks möglich. Das überarbeitete Datenbank-Toolset ermöglicht es Entwicklern beispielsweise, Datenbeziehungen mithilfe verteilter Verbunde auszudrücken, ortsbezogene Anwendungen zu bauen oder Apps durch eine flexible Indexierung zu beschleunigen.

Wie es sich für ein für den Produktionseinsatz freigegebenes Produkt gehört, wurde den Entwicklern zufolge massiv an der Verbesserung der Performance und der Stabilität gearbeitet. Wer dennoch auf Probleme stößt, kann in Zukunft nicht nur auf die mehr als 100.000 Köpfe zählende Community – von denen mehrere Hundert aktiv an dem Projekt mitwirken – sondern auch auf kommerzielle Dienstleistungen zurückgreifen. Diese umfassen einen Entwicklungs-Support, operativen Support sowie private Vor-Ort-Schulungen.

RethinkDB: Konkurrenz für MongoDB?

Die quelloffene, verteilte Datenbank für die Speicherung von JSON-Dokumenten verfügt mit ReQL über eine schnörkellose doch mächtige Abfragesprache und könnte durchaus eine Alternative zu MongoDB darstellen: So hat sich MongoDB u.a. aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit über die Jahre zwar zu einer der populärsten nicht-relationalen Datenbanken gemausert. Bei der Skalierbarkeit müssen allerdings einige Abstriche in Kauf genommen werden; Cassandra, CouchDB oder Riak machen in dieser Hinsicht eine bessere Figur.

RethinkDB verfolgt wiederum einen anderen Ansatz und möchte das beste aus beiden Welten zusammenbringen: Eine leichte Bedienbarkeit und eine leichte Skalierbarkeit über zahlreiche Server hinweg. Im Rahmen dieser Bestrebungen konnte das 2009 gegründete Unternehmen in den letzten Jahren über 12 Millionen Dollar Risikokapital einsammeln.

Aufmacherbild: Samurai von Shutterstock.com / Urheberrecht: Murik7777777

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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