Pläne für Go 1.6

Release-Kandidat für Google Go 1.5: Und was kommt danach?

Hartmut Schlosser

© Shutterstock.com/phloxii

Die Version 1.5 von Googles Programmiersprache Go steht kurz vor der Vollendung. Neben der Veröffentlichung des ersten Release-Kandidaten hat das Entwickler-Team die Pläne für Go 1.6 offen gelegt.

Wichtigste Änderung in Go 1.5 dürfte der Abschied vom bisherigen C Compiler sein. Sowohl die Runtime als auch der Compiler sind nun (fast) komplett in Go geschrieben. Zudem wurde der Garbage Collector generalüberholt, der nun nebenläufig arbeitet und deutlich geringere Pausenzeiten aufweisen soll als zuvor.

Support für interne Packages, fein-granulares Monitoring durch eine neue Trace-Anweisung sowie ein überarbeitetes Scheduling der goroutines gehören zu den weiteren Neuerungen in Go 1.5, das von den Entwicklern als „signifikantes Release“ bezeichnet wird. Trotz der architektonischen Umbauten wird erwartet, dass bisherige Go-Programme ohne Anpassungen weiter laufen – gemäß dem seit Go 1.0 gültigen Kompatibilitätsversprechen.

Der aktuelle Release-Kandidat weist gegenüber den früheren Betas zwar keine neuen Features auf, bringt uns durch Bugfixes dem finalen Release aber ein gutes Stück näher: Am 20. August 2015 soll es soweit sein, verkündet Andrew Gerrand auf der Mailing-Liste.

Go 1.6

Unterdessen laufen die Arbeiten für Go 1.6 bereits an. Wie einem öffentlichen Planungs Doc zu entnehmen ist, soll vor allem der neue Garbage Collector Feinschliff erhalten. Performance-Verbesserungen unter extremer Last sowie  Änderungen der Algorithmen stehen auf dem Programm. Nachdem Go 1.5 zahlreiche Neuerungen gebracht habe, stehe das 1.6er Release klar unter dem Motto „Stabilisierung“, schreiben Austin Clements und Rick Hudson.

We have big plans on the horizon, but we’re going to use 1.6 as a stabilization period to make the garbage collector do what it does even better and to position it for future changes.

 Go – das bessere C?

Go wird seit 2007 bei Google entwickelt. Ziel ist die Bereitstellung einer modernen Sprache zur systemnahen Programmierung. Die Go-Syntax ist an C angelehnt und durch Elemente aus der Pascal/Modula/Oberon-Familie sowie aus Newsqueak und Limbo (Nebenläufigkeit) angereichert.

Laut Google soll Go die Vorteile einer interpretierten Hochsprache mit der Effizienz und Sicherheit einer statisch typisierten, kompilierten Sprache verbinden. Etwa wird die Speicherverwaltung wie in Java von einem Garbage Collector erledigt. Typensicherheit soll Variablen-Chaos verhindern. Unterstützung für Multikern-Programmierung, Closures, Reflexion und klassenlose Objektorientierung mittels Interfaces und Mixins gehören zu den weiteren Merkmalen der Sprache.

Aufmacherbild: Let’s go, a cloud message on sky von Shutterstock / Urheberrecht: phloxii

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. #java #eclipse #devops #machinelearning #seo. Zum Lächeln bringen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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