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Redis 3.0.0 mit nativem Clustering

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Tarchyshnik Andrei

Wie der Redis-Entwickler Salvatore Sanfilippo in der Ankündigung erläutert, soll Redis 3.0.0 die Grundlagen dafür schaffen, um die NoSQL-Datenbank in größeren Umgebungen leichter einzusetzen.

Die Liste der explizit mit Version 3.0.0 eingeführten Neuerungen fällt Sanfilippo zufolge nur deshalb vergleichsweise bescheiden aus, da zahlreiche der Features bereits in Version 2.8 rückportiert wurden, um sie den Nutzern so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen. Dieser Workflow soll sich mit dem nun erfolgten Release ändern: Rückportierungen in ältere Versionen werden demzufolge nicht mehr stattfinden, dafür finden sich im experimentellen 3.0-Zweig bereits jetzt Features, die in dem stabilen Release noch nicht enthalten sind.

Highlights

Die Cluster-Spezfifikation wurde für Redis 3.0.0 aktualisiert, die neue Hauptversion ist somit das erste stabile Release, das natives Clustering unterstützt. Weitere beachtenswerte Neuerungen sind beispielsweise ein verbesserter LRU-Algorithmus, der bei der Entfernung alter Schlüssel deutlich präziser sein soll. Außerdem wurde Redis‘ wichtigste Persistenz-Option, AOF (Append Only File), einer Überarbeitung unterzogen. Diese soll ab sofort für eine Reduzierung der Latenzspitzen bei langsamen Laufwerken in der letzten Schreibphase der im Puffer angesammelten Daten sorgen. Zudem soll Redis 3.0.0 unter hoher (Pipeline-)Last deutlich schneller als bisher sein.

Die komplette Liste aller Neuerungen ist dem Changelog zu entnehmen.

Über Redis

Redis ist die Abkürzung für Remote Dictionary Server. Das Open-Source-Projekt wird zwar von Mitarbeitern bei Pivotal entwickelt, kommerzielle Supportverträge gibt es aber (bis dato) nicht. Für das Schreiben von Daten auf ein Speichermedium nutzt Redis einen asynchronen Ansatz, um Wartezeiten zu minimieren. Wer einen detaillierten Einblick in die NoSQL-Lösung erhalten will, sollten einen Blick in die laufen NoSQL-Serie im Java Magazin werfen. In Ausgabe 2.2014 war Redis an der Reihe.

Aufmacherbild: Flat data storage icon for web von Shutterstock.com / Urheberrecht: Tarchyshnik Andrei

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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