Außerdem: Virtueller Assistent für die einsamen Stunden

Inside IoT: Rainbow HAT, Neues von Googles Self-Driving Car & Ihr neuer virtueller Freund

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock/Atomazul

Die Highlights aus dem IoT-Universum. In dieser Woche stellen wir euch mit Rainbow HAT eine Starter-Plattform für Android Things auf Raspberry Pi vor, haben neue Infos zu Googles Self-Driving Car und werfen einen Blick auf BMWs neue Technologie für Connected Cars. Außerdem verkündet die openHAB Foundation ihre volle Einsatzfähigkeit und mit Gatebox steht ein virtueller Assistent für die einsamen Stunden zur Verfügung.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Rainbow HAT – Starter-Plattform für Android Things auf Raspberry Pi

Letzte Woche hat Google das Projekt Android Things vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine IoT-Plattform, die eine Vernetzung von Geräten mit gewohnten Android-Werkzeugen wie Android Studio zum Ziel hat.

Genau für die Arbeit mit Android Things hat Pimorini in Kooperation mit Google ein Starter-Projekt entwickelt. Die sogenannte Rainbow HAT ist eine multifunktionale HAT (Hardware Attached on Top), die eine ganze Reihe an Einsatzmöglichkeiten erlaubt. Rainbow HAT kommt vollständig zusammengebaut und enthält Displays, Sensoren, Ton und eine Menge LEDs für den Einsatz mit dem Raspberry Pi.

Die Rainbow HAT alleine ist für 28 Euro zu haben, zusammen mit dem Pibow Coupé für Android Things sind 38 Euro fällig. Will man gleich das Raspberry Pi 3 Starter Kit for Android Things erwerben, muss man 94 Euro auf den Tisch legen. Dafür sind aber neben Rainbow HAT auch ein Raspberry Pi 3, das Pibow Coupé für Android Things, eine 8 GB microSD-Karte und ein 2,5 A Stromkabel mit dabei.

Rainbow HAT

Rainbow HAT

Neues von Googles Self-Driving Car

Es war die Meldung der vergangenen Woche: Google stoppt die Entwicklung von eigenen selbstfahrenden Autos. Ganz so dramatisch war es dann aber doch nicht – vielmehr wurde die Tochterfirma Waymo gegründet, die sich um die weiteren Bestrebungen im Bereich autonomes Fahren kümmern soll. Ab sofort soll sich allerdings nur noch auf die Bereitstellung von Software konzentriert werden, die dann in anderen Autos zum Einsatz kommt.

Jetzt gibt es erste Bilder der neuen autonomen Test-Flotte von Google bzw. Waymo, die zu diesem Zweck einige Chrysler Pacifica gekauft haben. Optisch ist ein großer Unterschied zu den bekannten kleinen Google Cars zu sehen, hier kann man tatsächlich noch das ursprüngliche Auto wiedererkennen. Auf dem Dach befinden sich eine große Kamera und eine Sensorenbank, auch an den Kotflügeln und im Kühlergrill stecken Kameras. Anfang 2017 soll die Test-Flotte auf die US-Straßen kommen.

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Connected Car: Neue Technologie von BMW

Der deutsche Autobauer BMW wird im Januar 2017 auf der CES in Las Vegas eine neue Technologie für das Connected Car vorstellen: Mit dem Feature HoloActive Touch kommt eine holographische Projektion der Bedienelemente ins Auto. So sollen beispielsweise die Bedienelemente von Klimaanlage, Navigation oder Radio frei vor dem Fahrer schweben und nicht wie bei einem Heads-up-Display auf die Windschutzscheibe projiziert werden.

Gesteuert wird HoloActive Touch wie es der Name vermuten lässt: mit Fingergesten. Die Schaltflächen sind frei konfigurierbar und werden rechts neben dem Lenkrad eingeblendet. Eine Kamera erkennt dann die Fingerbewegungen des Fahrers; zudem soll ein spürbarer Impuls ausgegeben werden. Genauere Angaben zur Technologie hinter der holographischen Projektion gibt es noch nicht.

openHAB Foundation verkündet volle Einsatzfähigkeit

Rund ein halbes Jahr nach der Gründung im Mai 2016 ist die openHAB Foundation startklar. Wie Vorsitzender Kai Kreuzer erklärt, stehen alle Komponenten bereit, wodurch das Ziel – Open Source im Bereich Heimautomation zu unterstützen – nun angegangen werden kann. Die openHAB-Distribution steht auf GitHub zum Download bereit, über einen Demoserver lassen sich eigene Anwendungen und Websites ausprobieren. Die openHAB-Apps sind für Andoid, iOS und die Pebble in den jeweiligen Stores verfügbar.

Gleichzeitig geht auch eine gehostete Variante der openHAB Cloud an den Start, ein Open-Source-Cloud-Backend, das auf my.openHAB beruht. Damit lässt sich openHAB als private Cloud betreiben und eine Anbindung an IFTTT und Amazon Alexa ist möglich. Zudem steht ein Diskussionsforum bereit, das eine Kommunikation zwischen Community und Foundation ermöglicht. Wer bei openHAB mitmachen möchte, kann jederzeit Mitglied der openHAB Foundation werden.

Gatebox: Virtueller Assistent für die einsamen Stunden

Weihnachten naht – gerade als Single sind die Feiertage oft schwer zu ertragen. Alle um einen herum sind fröhlich und verliebt und man selbst geht nach der Bescherung wieder allein nach Hause. Doch das muss nicht länger so sein! Wünscht euch doch einfach von eurer Familie den „Virtual Home Robot“ Gatebox, der ist teils Chatbot, teils smarter Assistent und teils Freundin.

Nie mehr ins dunkle, kalte Heim kommen – die Steuerung übernimmt Gatebox. Nicht länger der einzige Single im Freundeskreis ohne Mails von der Freundin – Gatebox agiert wie eine echte Person mit dir. Lust auf eine angeregte Konversation am Abend, ohne dazu jemanden einladen zu müssen? Gatebox ist dein Freund und Helfer. Ausgedacht hat sich das Ganze – wie könnte es anders sein – ein japanisches Unternehmen. Für schlappe 2.500 US-Dollar kann der ganz besondere Heimassistent euch gehören. Frohe Weihnachten!

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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