Qubole: Hadoop-as-a-Service-Anbieter zeigt gutes erstes Quartal

Eric Herrmann

Das im April gestartete SaaS-Unternehmen Qubole hat sich auf Big Data spezialisiert. Seine Hadoop-Server werden nach gegenüber GigaOm gemachten Angaben bereits von 50 Kunden genutzt, die alleine im Monat Juli 100.000 Nodes mit 350.000 Jobs beansprucht haben. Ein Petabyte von Daten sei so schon bewegt worden. Im Vergleich zu Facebook oder Yahoo! ist das freilich eine kleinere Hausnummer, aber für ein Startup, das erst im April mit 7 Millionen US-Dollar Venture-Kapital richtig losgelegt hatte, ist das nicht schlecht.

Das Geld ging damals an die ehemaligen Facebook-Entwickler Ashish Thusoo and Joydeep Sen Sarma, die sich mit Qubole als „Big Data as a Service“ selbstständig machten. Das scheint bei Facebook häufiger zu geschehen, schaut man sich das MemSQL-Projekt an; einer kostenpflichtigen In-Memory-Datenbank, die Kunden lokal einsetzen können, um auf ihre Daten schneller zugreifen zu können. Qubole zielt dagegen auf Kunden, die Teile ihrer Infrastruktur aus Kostengründen lieber auslagern wollen.

Dass Thusoo und Sarma dabei auf große Konkurrenz wie Amazon oder IBM treffen, scheint die jungen Herren bisher nicht abzuschrecken. Sie beweisen, dass der Big-Data-Markt noch lange nicht satt ist. Es sei aber auch anzumerken, dass die Services sich nicht nur in ihren Preisen unterscheiden. Die Vielfalt besteht vor allem in den Import- oder Export-Features und in den Verarbeitungsmöglichkeiten der Daten. Einen Überblick dazu, was Qubole aus dem einfachen Apache-Projekt gemacht hat, erhalten Sie in der Dokumentation des Produkts.

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Eric Herrmann
Eric Herrmann
Eric Herrmann war von 2012 bis 2013 als Redakteur bei Software & Support Media tätig. Sein Themenschwerpunkt liegt bei Webtechnologien, insbesondere PHP und JavaScript. Vor seiner Zeit als Online-Redakteur hat er Wissenschaftsjournalismus (B. A.) an der Hochschule Darmstadt studiert.
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