Schlag auf Schlag: 0.16, 0.17, 0.18

Quarkus 0.18: Support für GraalVM 19 & neue Extensions

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Ezume Images

Das Versprechen von Red Hat und der Community, möglichst alle zwei bis drei Wochen ein neues Release von Quarkus zu veröffentlichen, scheint tatsächlich Realität zu werden. Rund 6 Wochen nach Quarkus 0.15 erschien nun Quarkus 0.18 – mit einigen neuen Extensions, Bugfixes und dem Support für GraalVM 19. Wir haben uns neben der aktuellsten Version auch die Releases 0.16 und 0.17 angeschaut.

Quarkus ist ein aufstrebendes Framework, mit dem sich Java-Anwendungen für die Nutzung im Kontext von Cloud-, Container- und auch Serverless-Technologien erstellen lassen. Der Kniff dabei ist, dass nicht das Rad neu erfunden wird, sondern auf bereits bestehende Frameworks und Tools gesetzt wird, die via Extensions in Quarkus selbst genutzt werden.

Seit Quarkus 0.15 (wir berichteten) sind erneut hunderte von Verbesserungen am Framework vorgenommen worden. Das Augenmerk der Entwickler liegt dabei ganz holistisch auf sämtlichen Bereichen von Quarkus, von gefixten Vertippern bis hin zu neuen Features und Erweiterungen.

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Quarkus 0.16

Die erste der drei neuen Quarkus-Veröffentlichungen brachte unter anderem die Unterstützung für Swagger UI im Produktionsmodus und die Möglichkeit Konfigurationsprofile anzulegen. Neu war auch der Support für Web-Fragmente und individuelle Converter für MicroProfile-Konfigurationen. Zudem gab es eine Extension für Camel-AWS-SQS.

Eingeführt wurde in diesem Update überdies eine Mailer-Erweiterung für das Verschicken von E-Mails: Besonders daran ist, dass nicht javax.mail verwendet wird, sondern der Vert.x Mail Client. Wer überdies gerne den das Test-Framework Arquilian nutzt, kann sich ebenfalls freuen: Es lässt sich seit Quarkus 0.16 auch an dieser Stelle über einen Adapter verwenden.

Sämtliche Änderungen sind auf GitHub verzeichnet.

Quarkus 0.17

Mit über 125 Änderungen ist auch Quarkus 0.17 ein recht großes Update für das Cloud-, Container- und Serverless-Framework. Zu den größeren Errungenschaften der letzten Version gehören vorrangig Extensions für diverse Frameworks und Tools. So gibt es seit Quarkus 0.17 etwa eine AMQP-Erweiterung und eine Anleitung, wie sich diese mit MicroProfile React Messaging im Einklang verwenden lässt. Außerdem brachten die Entwickler des Frameworks Erweiterungen für Apache Kafka Streams sowie Kogito (ein Toolkit für die Business-Automatisierung) heraus.

Quarkus 0.17 markierte unterdessen die Abschaffung der Annotation @Health, dafür wurden im Zuge des Updates auf die SmallRye MicroProfile Health Check Extension in Version 2.0 die Annotationen @Liveness und @Readiness hinzugefügt.

Weitere Informationen zu dieser Version gibt es ebenfalls auf GitHub und auf dem Blog von Red Hat

Quarkus 0.18

Die beiden großen Neuerungen in Quarkus 0.18 schließlich sind zum einen die erste Version einer Erweiterung für den Fabric8 Kubernetes Client. Zum anderen wurde die Unterstützung für die GraalVM in Version 19 bereitgestellt – natürlich mit entsprechenden Updates in der Dokumentation und der Blocker-Liste sowie einigen Bugfixes in Bezug auf die neue Version der virtuellen Maschine. Die in Quarkus 0.17 eingeführte Erweiterung von Kogito wurde auf Version 0.1.3 des Toolkits aktualisiert.

Testentwickler, die auf JUnit 5 setzen, können ab sofort JARs als Quellen für Tests in Quarkus nutzen. Die Methode BootstrapClassLoaderFactory unterstützt ab Quarkus 0.18 auch Anwendungsarchive und für Gradle-Builds, die auf mehreren Projekten basieren, gibt es ab der aktuellen Version von Quarkus auch die Untersützung für Live-Reloads. Im Zusammenhang mit Gradle wurde auch die Auflösung von entsprechenden Multi-Projekt-Artefakten gefixt.

Auch zu Quarkus 0.18 gibt es eine Änderungsübersicht auf GitHub. Alles zu Quarkus selbst finden Interessierte auf der offiziellen Homepage.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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