Supersonic Subatomic Java

Quarkus 0.12: Neue Erweiterungen für JSON-B und JSON-P

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Ezume Images

Anfang März hat Red Hat das Java Framework Quarkus vorgestellt. Das Framework, dessen Motto „Container First“ lautet, hat nun ein Update bekommen. Mit an Bord sind nun neue Erweiterungen für JSON-B und JSON-P, außerdem wurde das Testing verbessert.

Mit Quarkus lassen sich Java-Anwendungen erstellen, die sich im Universum von Containern, Kubernetes und der Cloud wohl fühlen. Das Full-Stack Framework setzt dabei nicht unbedingt auf neue Technologien, sondern setzt auf eine Reihe von Standards und anderen Frameworks bzw. Tools, die sich bereits bewährt haben.

Quarkus 0.12 – Das ist neu

Für das neue Release, Quarkus 0.12.0, wurden 213 Issues und Pull Requests gelöst bzw. eingefügt. Neu sind unter anderem die Erweiterungen für JSON-B bzw. JSON-P. Damit enthält das Framework nun weitere Abhängigkeiten zur noch nicht offiziell erschienenen Plattform Jakarta EE, was etwas kontrovers diskutiert wurde (siehe hier). Da allerdings ohnehin bereits Dependencys zu Jakarta EE bestehen (Stichwort: Yasson), wurden die entsprechenden Erweiterungen dennoch eingefügt.

Auch der Testing-Bereich wurde für die neueste Quarkus-Version überarbeitet. So ist es unter anderem für Text-Klassen nicht mehr obligatorisch, öffentlich zu sein. Außerdem wurde die Unterstützung für Mocking-Tests bereitgestellt, die auf @alternative basieren.

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Neu sind auch die Guides für den Quickstart mit Apache Kafka sowie MicroProfile Health und MicroProfile Fault Tolerance. Entsprechend angepasst wurde auch die Webseite. Achtung! Quarkus 0.12 setzt die GraalVM in Version 1.0.0-RC13 voraus, wenn man eine sogenannte „Native Executable“ erstellen will.

Quarkus wird in Zwei-Wochen-Sprints entwickelt, wie man dem Blog-Beitrag von John Clingan entnehmen kann, das heißt das nächste Update kann etwa am 3. April erwartet werden. Weitere Informationen zur aktuellen Version gibt es in den Release Notes auf GitHub.

Hintergrund

Red Hat geht mit dem Framework Quarkus forsch in Richtung Zukunft und macht „Container First“ zum definierenden Motto. Was schön klingt, spiegelt sich auch in technischer Hinsicht wieder: Zunächst wäre dort die geringe Startup-Zeit zu erwähnen (im Millisekundenbereich), was natürlich für die automatische Skalierung von Microservices in Containern und auf Kubernetes wunderbar ist. Auch im Serverless-Bereich bzw. im Umfeld von Function as a Service (FaaS) bietet das Vorteile, etwa für das sofortige Ausführen von Anwendungen.

Der geringere Footprint ist ebenfalls nicht zu verachten und da Anwendungen, die mit Quarkus erstellt werden, auch noch wenig Speicher fressen, sind auch umfangreiche und engmaschige Microservices-Architekturen, die auf mehrere Container angewiesen sind, problemlos umsetzbar.

Siehe auch:

Quarkus – Kubernetes Native Java für die neue Generation der Softwareentwicklung

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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