Qualitätssicherung: Check!

Check 6: Komponentenarchitektur und Integrationstests

Die Säule F des IBPM-Frameworks beschäftigt sich mit dem übergreifenden, SOA-basierten Komponentendesign des BPM-Systems. Hier muss QS auf zwei Ebenen mit involviert sein:

  • Erstens muss die Qualität der Komponentenarchitektur selber bewertet werden. Beispielsweise kann QS hier die Einhaltung der SOA-Architekturregeln (SOA-Schichtung, Aufrufbeziehungen, Schnittstellendesign, Kopplungsarchitektur) und, sofern vorhanden, der Vorgaben aus einer Zielarchitektur mit überwachen.
  • Zweitens kann QS aus dem Komponentenmodell natürlich direkt die durchzuführenden Komponententests ableiten sowie die Strategie für die Integrationstests. In BPM-Projekten gewinnen Integrationstests enorm an Bedeutung, da die QS im Vergleich zu klassischen Projekten vermehrt im Integrationsbereich angesiedelt ist.

Als Hilfsmittel für die Konzeption und Planung der Komponenten- und Integrationstests und der dazu notwendigen QS-Infrastruktur kann eine einfache SOA-Landkarte helfen. Abbildung 2 zeigt eine solche SOA-Landkarte für das QS mit unterschiedlichen Testszenarien, die auf Service-Mock-ups, Servicesimulatoren und UI-Robotern basieren. Beispielsweise wird für den Unit Test 2 ein UI-Testroboter eingesetzt um das UI automatisiert zu testen. Die Prozesskomponente wird sowohl über das UI automatisiert getestet als auch über einen Servicesimulator, der Aufrufe der Prozesskomponente simuliert. Dieser kann zum Beispiel aus dem Prozessmodell generiert werden. Im Backend steht ein Service-Mock-up bereit, das die benötigte Schnittstelle implementiert und entsprechende Testdaten zurückgibt.

Abb. 2: SOA-Landkarte für unterschiedliche Testszenarien
Check 7: User Interfaces

Die Qualitätssicherung im Bereich der User Interfaces ist heute ein gut dokumentiertes Thema, das von rein funktionalen Tests bis hin zu Usability Reviews reicht. Hier stehen meistens diverse Werkzeuge zur Automatisierung der Oberflächentests zur Verfügung, die natürlich auch in einem BPM-Projekt zum Einsatz kommen können. Als Besonderheiten, die im Kontext eines BPM-Projektes berücksichtigt werden müssen, sei hier auf die Themen Rollenwechsel (siehe Check 2) und das Testen von Task Microflows hingewiesen (siehe Check 3).

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