ALM/Puppet Labs

„Puppet steht quasi synonym für DevOps.“

Interview mit Luke Kanies, CEO von Puppet Labs

Eclipse Magazin

Das Interview „Puppet steht quasi synonym für DevOps.“ mit Luke Kanies ist erstmalig erschienen im Eclipse Magazin 3.2012.

Eclipse Magazin: Luke, Sie sind der CEO des Providers des Puppet-Tools. Was hat es mit Puppet auf sich?

Luke Kanies: Puppet ist eine Server-Automatisierungssoftware, mit der zwei bis 50 000 Maschinen verwaltet werden können. Sie hat eine einfache deklarative Konfigurationssprache, mit der man je nach Bedarf die eigenen Server oder Workstations konfigurieren kann. Eines der grundlegenden Merkmale von Puppet ist, dass es häufig auf den eigenen Maschinen läuft. Nimmt man Änderungen vor, werden diese also zügig in der gesamten Infrastruktur deployt.

Einer der Vorzüge von Puppet ist, dass es sich sehr gut für Teams eignet. Es gibt Firmen mit Hunderten von Administratoren, die dieselbe Puppet-Codebasis verwalten, von Entwicklern bis hin zu Systemadministratoren und Auditors.

EM: Inwiefern ist Puppet mit Chef vergleichbar?

Kanies: Da Chef stark von Puppet inspiriert wurde, hat es viele von Puppets wichtigsten Innovationen übernommen. Der Fokus von Puppet liegt jedoch auf dem Design. Es ist aber auch viel einfacher zu bedienen und vor allem leichter in Betrieb zu nehmen. Puppet erfreut sich einer viel größeren Verwendung und Community. In vielen Betrieben steht es quasi synonym für DevOps; das Wall Street Journal hat festgestellt, dass die Nachfrage nach Puppet-Skills im letzten Jahr dramatisch gestiegen ist. Puppet Labs, die Firma hinter Puppet, kann ebenfalls eine stärkere Erfolgsbilanz nachweisen – sowohl, was Softwareentwicklung, als auch, was Kundensupport betrifft. Das lässt sich an den jeweiligen Kundenzahlen ablesen.

EM: Man kann sagen, dass die DevOps-Bewegung derzeit einen Hype erfährt. Wie haben Sie die bisherige Entwicklung dieser Bewegung erlebt und welche Rolle spielte Puppet in dieser Entwicklung?

Kanies: Puppet war von Anfang an Teil der DevOps-Community, und wie ich finde ein wesentlicher Teil. Automatisierung war immer der Schlüssel zu DevOps, und Puppet und DevOps sind im Laufe der Jahre an- und miteinander gewachsen. Die DevOps-Bewegung setzte in dem Moment ein, in dem man sich bewusst wurde, dass im herkömmlichen Betrieb Technologien nicht schnell genug aufgegriffen wurden und fortwährend Spannungen zwischen Systemadministratoren und Entwicklern herrschten. Daher haben Administratoren angefangen, sich um bessere Automatisierungsmöglichkeiten zu bemühen. Außerdem arbeiten sie nun enger mit Entwicklern zusammen, um für beständigere Entwicklungs- und Testumgebungen zu sorgen und Software schneller in die Produktion zu bringen.

Luke Kanies ist Gründer und CEO von Puppet Labs und Initiator des Puppet-Projekts. Er brachte die DevOps-Bewegung durch seinen Einsatz für Infrastructure as Code voran, und er ist der festen Überzeugung, dass Computer genutzt, nicht gemanagt werden sollten.
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