Puppet im Jahr 2018: Von A bis Z auf Automatisierung eingestellt

Neue Produktlinie vorgestellt: Puppet Enterprise 2018.1, Puppet Discovery & Puppet Continuous Delivery

Dominik Mohilo

© Shutterstock / LukaKikina

 

Puppet Inc. hat eine Reihe neuer Produkte veröffentlicht: Puppet Discovery, Puppet Enterprise 2018.1 und Continuous Delivery for Puppet Enterprise. Ziel ist der Ausbau des Infrastruce-as-Code-Werkzeugs Puppet hin zur kompletten Continuous-Delivery-Lösung.

The Need for Speed: In der heutigen IT-Welt kann es kaum schnell genug gehen. Der kritische Faktor ist dabei oftmals der Mensch, also die Entwickler. Um diese zu entlasten, sodass sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können, helfen Tools wie Puppet bei der Automatisierung des Rechenzentrums. Doch bevor man mit der Automatisierung beginnen kann, sollte man wissen, welche Infrastruktur-Komponenten im Unternehmen überhaupt genutzt werden. Nach der Automatisierung dieser Assets wäre es dann nicht schlecht, wenn man mit einer einheitlichen Toolchain auch den Bereich Continuous Delivery mit abdecken könnte.

Puppet hat, um die oben genannten Probleme zu adressieren, eine Reihe von neuen Produkten veröffentlicht. Dazu zählen Puppet Discovery, Puppet Enterprise 2018.1 und Continuous Delivery for Puppet Enterprise.

Interview mit Sanjay Mirchandani, CEO von Puppet

Wir haben mit dem Sanjay Mirchandani, CEO von Puppet, über die neuen Produkte und das Zusammenspiel von Serverless und Infrastructure as Code gesprochen.

As Puppet’s CEO and President, Sanjay Mirchandani is responsible for the growth, vision, and strategy execution of the company. He carries more than two decades of industry experience, including extensive time in Asia Pacific and Japan. Prior to Puppet, he held the role of Chief Information Officer and led the Global Centers of Excellence for a large global IT organization. Sanjay joined the board of directors in September, 2016.

Puppet Discovery

Der erste Baustein der neuen Produktlinie ist Puppet Discovery. Das Tool stellt sozusagen die Bestandsaufnahme dar, die am Anfang der durchgängigen Automatisierung steht. Soll heißen: Puppet Discovery hilft bei einer Inventur aller vorhandenen Ressourcen.

Anwender können dank des neuen Toolings detaillierte Informationen darüber erhalten, was in der IT abläuft und entsprechend regulierende Maßnahmen ergreifen. Das Dashboard soll Administratoren Einblicke in die Infrastruktur erlauben und diese direkt von dort aus automatisieren. Das Ganze soll sowohl für traditionelle Infrastrukturen geeignet, als auch mit Cloud- und Container-basierten nutzbar sein. Voraussichtlich ab Mitte Mai dieses Jahres soll Puppet Discovery starten.

Das übersichtliche Dashboard in Puppet Discovery / Quelle: Puppet

Puppet Enterprise 2018.1

Im Zentrum bleibt natürlich das Tool für Infrastruktur als Code, also Puppet Enterprise. Die neue Version 2018.1 bringt einige neue Features, zum Beispiel die Rollen-basierte Zugrifskontrolle. Dank dieser können Node Groups definiert werden, die den funktionalen Einheiten des Unternehmens entsprechen. Wer Aufgaben über diese Node Groups hinweg ausführen darf, kann feingranular festgelegt werden.

Wer schon immer einen Puppet-Bolt-Task-Plan gegen Tausende oder gar Hunderttausende von Nodes mit dem Puppet Orchestrator ausführen wollte, kann sich freuen: Die Puppet Bolt Integration mit dem Orchestrator ermöglicht es, dies ganz gemütlich in der Puppet-Enterprise-Konsole zu erledigen.

Neben einer verbesserten GUI, die auch die Bedienung via Touch-Computer, Tablet oder Smartphone unterstützt (neben der klassischen Tastaturvariante), gibt es auch vereinfachte Backup- und Wiederherstellungsfunktionen. Letztere stellen eine zusätzliche Automatisierungsebene für Disaster Recovery und Business Continuity dar. Das Puppet Development Kit (PDK) wird nun auch unterstützt.

Ein Node-Graph in Puppet Enterprise / Quelle: Puppet

Continuous Delivery für Puppet Enterprise

Devs und Ops sollen nicht mehr kämpfen, im Gegenteil: Eher sollen sie miteinander verschmelzen. Das neue Continuous Delivery für Puppet Enterprise soll dabei helfen, traditionelle Dev- und Ops-Silos aufzubrechen. Getrennte Prozesse und Tools zur Automatisierung der Infrastruktur machen die Zusammenarbeit und die Umsetzung von DevOps schwer.

Der neue Baustein in der Puppet-Familie ermöglicht es Ops-Teams nun, die gleichen Tools und Schnittstellen wie die Dev-Teams zu nutzen. Das Erstellen von standardisierten Delivery-Pipelines, das Testen und Verbreiten wird damit vereinheitlicht. Los geht es mit „CD4PE“ im Juni 2018.

Mittlerweile ist fast jedes Unternehmen auch ein Softwareunternehmen und wir reden darüber, wie diese Wandlung weiter vorangetrieben werden kann. Unser Produktportfolio bietet Unternehmen alles, was sie brauchen, um die Automatisierung als Grundlage für diesen Wandel zu nutzen. Und das über alle Domain-Infrastrukturen, Anwendungen, Clouds, Container und Netzwerke hinweg. Mit dieser Produktoffensive führen wir neue Automatisierungstools ein, die Unternehmen dabei unterstützen, umfassend zu automatisieren.

Omri Gazitt, Chief Product Officer bei Puppet

Weitere Informationen zur neuen Produktlinie gibt es auf der Homepage von Puppet, dort lässt sich Puppet Enterprise auch für einen Test herunterladen (die ersten 10 Nodes sind kostenfrei).

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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