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Bringt das Feuer zu DevOps

Prometheus 2.0 ist da und vor allem schneller

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Gabor Kovacs Photography

 

Fast ein Jahr ist es her, dass Prometheus 1.0 offiziell das Licht der Welt erblickte. Jetzt springt das Monitoring-Tool auf die Version 2.0 und bringt vor allem Verbesserungen bei der Performance mit: meiner einer neuen Zeitreihen-Datenbank

Auf der Infrastrukturseite hat sich im vergangenen Jahr mit Projekten wie Mesos oder Kubernetes einiges getan. Das wirkte sich jedoch negativ auf die Performance von Prometheus aus. Um die Performance stabil zu halten und auch weiter zu verbessern, begannen die Entwickler Anfang 2017 an einer neuen Zeitreihen-Datenbank zu arbeiten. Mit 2.0 ist die Datenbank nun Teil von Prometheus. Das führt zu einer konsistentere Query-Latenz und das ganze System skaliert nun besser, vor allem wenn viele Datenreihen reinkommen. Laut Benchmark-Tests der Prometheus-Entwickler hat sich außerdem der Ressourcenverbrauch verringert. Die CPU-Nutzung hat sich im Vergleich zu Version 1.6 um 20 bis 40 Prozent verbessert. Auch der Festplattenspeicher wird zwischen 33 und 50 Prozent weniger gebraucht. Auf der PromCon 2017 stellte Fabian Reinartz, Prometheus Core Developer bei CoreOS, die neue Datenbank vor.

Eine weitere kleine, aber feine Änderung ist die Art und Weise wie Prometheus mit Staleness umgeht. Bisher liefen Datenpunkte nach fünf Minuten ab, wenn sie nicht aktiv genutzt wurden. Es war demnach nicht ersichtlich, ob ein Datenpunkt veraltet war oder lediglich konstant. Auch hierzu gab es einen Vortrag auf der PromCon 2017. Diesmal von Brian Brazil, auch Core Developer von Prometheus:

Außerdem sind nun Snapshot Backups der gesamten Datenbank möglich. Und die Recording- und Alerting-Regeln wurden auf YAML umgestellt. Das soll es für Nutzer vereinfachen, diese ins Konfigurations-Management zu integrieren.

Für die Migration von Prometheus 1.0 auf 2.0 gibt es einen Guide. Wer jetzt auf den Prometheus-Zug aufspringen möchte, dem sei der Getting Started Guide ans Herz gelegt.

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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