Projekt-Radar: Schneller JVM-Launcher Drip

Hartmut Schlosser

An kreativem Potenzial mangelt es der Java-Community wahrlich nicht. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein neues Projekt das Licht der Welt erblickt, das sich einem mehr oder minder speziellen Fachproblem annimmt. Eines dieser Projekte trägt den Namen Drip und stellt sich der Aufgabe, einen schnellen Launcher für die Java Virtual Machine bereit zu stellen.

Bei Drip handelt es sich um ein Skript, das die java-Anweisung komplett ersetzt und schnellere Startup-Zeiten der JVM bewirken soll. Drip ist ein bash Script, das einige wenige Zeilen Java-Code enthält und auf jede JVM-basierte Sprache mit bash-Unterstützung anwendbar ist. Entstanden ist es im Clojure-Kontext, ursprünglich unter dem Namen Decaf, auf den Weg gebracht von der nicht ganz unbekannten Entwicklertruppe Flatland (Alan Malloy, David Santiago, Josh Rotenberg, Lance Bradley, Justin Balthrop und Anthony Grimes).

Der Trick besteht darin, dass drip keine persistente JVM benutzt. Viele Probleme mit persistenten JVMs seien dem Entwicklerteam bei ihrer Arbeit am Cake Build Tool für Clojure aufgefallen, heißt es in der GitHub-Beschreibung. Vor allem produziere eine persistente JVM mit der Zeit Fehler. Drip hingegen hält stets eine frische JVM samt korrektem Klassenpfad und anderen JVM-Optionen in Reserve, die bei Bedarf genutzt werden kann.

Aktuell ist die Version 0.0.2 von Drip. Schauen Sie mal rein und bewerten Sie selbst, ob sich hier ein nützliches Helfertool ankündigt, das Ihnen das Leben leichter machen kann…

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Hartmut Schlosser
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