PrettyFaces 3.3.3: Gesichts-Hygiene für JSF

Hartmut Schlosser

Ein schönes Gesicht verspricht das Projekt PrettyFaces einer Anwendung verleihen zu können. Was damit gemeint ist? Klarer wird die Angelegenheit, wenn man unter „Gesicht“ einer Web-Anwendung ihre URL versteht und das ganze auf die altehrwürdige Java-ServerFaces-Technologie bezieht.

Unzufrieden sind einige Kritiker nämlich mit JSF aufgrund der häufigen POST-Requests, die selbst bei einfachsten Navigationen innerhalb einer Anwendung nötig sind. Das Problem dabei: Die Benutzerfreundlichkeit wird beeinträchtigt, da beispielsweise das Setzen von Lesezeichen unmöglich wird.

PrettyFaces nimmt nun diesen Kritikern den Wind aus den Segeln und ermöglicht „schöne“, sprich menschenlesbare URLs in Verbindung mit einfachen HTML-Links.

PrettyFaces solves the „RESTful URL“ problem elegantly, including features such as: page-load actions, seamless integration with faces navigation, dynamic view-id assignment, managed parameter parsing, and configuration-free compatibility with other web frameworks.

Aktuell erschienen ist PrettyFaces 3.3.3, eine Version, die wichtige Bugs behebt und einige Verbesserungen einführt. Beispielsweise werden Exceptions nicht mehr länger durch PrettyFilter gewrappt. Clustering Support in web-fragment.xml sowie Performance-Optimierungen gehören zu den weiteren Neuerungen.

PrettyFaces unterstützt JSF 1.1, 1.2 und 2.0. Das Projekt wird quelloffen von der Firma OCPsoft zur Verfügung gestellt. Das Entwickler-Team hat angekündigt, die Version 4.0.0 von PrettyFaces ganz auf die OCPsoft-Rewrite-Technologie aufzusetzen.

Wer PrettyFaces in Aktion sehen möchte, kann sich unten stehendes Video anschauen. Detaillierter geht Christian Kaltepoth in seinem JAXenter-Artikel „Schöneres JSF mit PrettyFaces“ zu Werk.

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Hartmut Schlosser
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