Power to the People: IcedTea 2.5 für OpenJDK 7

Redaktion JAXenter

Unter dem Motto „Power to the People“ wurde IcedTea 2.5.0 für das OpenJDK 7 (u60) veröffentlicht. Dieses Debut-Release im 2.5.x-Entwicklungsstrang von IcedTea enthält erste Portierungen des OpenJDK auf die PowerPC-Hardwarearchitektur unter Linux bzw. AIX. Diese wurden von SAP und IBM beigesteuert.

Ebenfalls erstmalig kommt IcedTea in diesem Release ohne den PulseAudio-Provider aus. Hintergrund ist, dass mit IcedTea Sound im Juni ein eigenes Projekt an den Start ging, in das die Sound-Middleware ausgelagert wurde.

In der offiziellen Blog-Ankündigung von Andrew John Hughes findet sich eine lange Liste an Neuerungen und Bugfixes neben Links zu den Downloadoptionen.

IcedTea und die Sinnkrise

Das Projekt IcedTea wurde im Sommer 2007 von Red Hat ins Leben gerufen, mit dem Ziel, eine komplett freie Version des OpenJDK zur Verfügung zu stellen. Es war Red Hats Antwort auf die proprietär gebliebenen Bestandteile von OpenJDK, einer vorgeblich freien Implementierung der Java Standard Edition, die Sun Microsystems im Mai 2007 veröffentlicht hatte.

Da sich in der OpenJDK-Community in den letzten sieben Jahren einiges bewegt hat und viele proprietäre Bestandteile mittlerweile Open Source sind, stellte sich zwischenzeitlich die Frage nach der Existenzberechtigung von IcedTea. Die Arbeit, die nach wie vor in das Projekt investiert wird und die kraftvolle Botschaft im Release-Motto weisen allerdings darauf hin, dass das IcedTea-Team seine Sinnkrise überwunden hat.

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