Portofino – ein Java Web Framework stellt sich vor

Hartmut Schlosser

Zurzeit wird das Java Web Application Framework Portofino im Web herumgereicht – ein Open-Source-Projekt, das aktuell in Version 4 vorliegt und vom italienischen Anbieter Manydesigns entwickelt wird. Werfen wir einen Blick auf diesen Framework Newcomer!

Portofino soll es erlauben, Web-Anwendungen auf Basis existierender Datenbanken zu erzeugen, indem automatisch eine Reihe von Pages zur Abwicklung von CRUD-Operationen bereit gestellt werden. Auf dieser Basis kann die Anwendung mittels Enterprise-Komponenten, die Out-of-the Box mitgeliefert werden, in Richtung einer kompletten CMS-Anwendung ausgebaut werden.

Das ganze geschieht zunächst über Wizards, über die Konfigurierungen vorgenommen werden. Wir befinden uns also im Bereich des Rapid-Application-Development (RAD), bei dem nur minimale Programmierkenntnisse vorausgesetzt werden. In Portofino müssen bei der Individualisierung der Anwendung allerdings doch Entwickler ans Werk. Die Wizards erledigen nur im ersten Schritt die grobe Vorarbeit. Danach geht’s an den Quellcode, um die generierten Seiten zu erweitern. Dabei stößt man auf Hibernate für die Persistenz, Stripes als MVC Framework und Apache Shiro für Authentifizierung. Mitgeliefert werden weitere Komponenten, beispielsweise für E-Mail, Kalender, Charts, etc. Jede Seite enthält zudem eine zugehörige, in Groovy geschriebene Action, die Anpassungen am Live-System erlauben, ohne den Compile-Redeploy-Prozess anstoßen zu müssen.

Zur Einführung hat das Manydesigns-Team das folgende Video veröffentlicht.

 

Ein interessanter Ansatz für Sie? Dann vertiefen Sie sich in das Tutorial unter http://www.methodsandtools.com/tools/portofino.php und laden das Projekt auf SourceForge herunter. Bei Bedarf leistet Manydesigns kommerziellen Support.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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