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Portofino 4.1.2 mit aktualisierten Hauptkomponenten

Michael Thomas

© Shutterstock.com/kentoh

Der Anbieter Manydesigns hat nach rund sechs Monaten Funkstille eine neue Version des quelloffenen Java-Webframeworks Portofino freigegeben. Das Release enthält insgesamt 20 Features, Änderungen und Bugfixes.

Dabei wurden mehrere Hauptkomponenten des Portofino-Stack aktualisiert. So liegt Hibernate nun in Version 4.3.8 vor (vormals 3.6.9.), wodurch das Webframework mit den neuesten Entwicklungen von RedHat, die auf dem 4.x-Strang realisiert werden, Schritt halten kann. Groovy wurde von 2.3.6 auf 2.4.3 aktualisiert, Bootstrap liegt ab sofort in Version 3.3.4 vor. Mit Version 3.3.2 schließlich konnte die Bibliothek Liquibase den 2.x-Strang und den damit einhergehenden lediglich zur Bugumgehung gedachten Code hinter sich lassen. Den Entwicklern zufolge dürften sich für die meisten Anwendungen keine Änderungen ergeben, da die sichtbaren APIs kompatibel bleiben. Allerdings wird auf jeden Fall empfohlen, vor einem Produktionseinsatz alles auf Herz und Nieren zu prüfen.

Offenbar ist die Anzahl der Community-Mitglieder wie auch der zahlenden Kunden in den vergangenen Monaten ordentlich gestiegen. Jedenfalls nennen die Portofino-Macher deren Anfragen als Grund für die Implementierung zweier neuer Features. So soll zum einen die native Shiro API in Security.groovy künftig besser einsetzbar sein, beispielsweise für die leichtere Konfiguration einer sicheren Passwortspeicherung. Zum anderen soll durch Verwendung einer neuen DateTimePicker-Komponente eine korrekte Unterstützung der Felder date-only, time-only, und date+time gegeben sein.

Abgesehen von seiner angestammten Heimat SourceForge ist das Projekt beginnend mit dem aktuellen Release auch über GitHub verfügbar.

Über Portofino

Das vom italienischen Anbieter Manydesigns entwickelte Projekt soll es erlauben, Web-Anwendungen auf Basis existierender Datenbanken zu erzeugen, indem automatisch eine Reihe von Pages zur Abwicklung von CRUD-Operationen bereitgestellt wird. Auf dieser Basis kann die Anwendung mittels Enterprise-Komponenten, die Out-of-the Box mitgeliefert werden, in Richtung einer kompletten CMS-Anwendung ausgebaut werden.

Das Ganze geschieht zunächst über Wizards, über die die Konfigurationen vorgenommen werden. Die Wizards erledigen im ersten Schritt jedoch nur die grobe Vorarbeit, danach geht es an den Quellcode, um die generierten Seiten zu erweitern. Dabei stößt man auf Hibernate für die Persistenz, Stripes als MVC-Framework und Apache Shiro für Authentifizierung. Mitgeliefert werden weitere Komponenten, beispielsweise für E-Mail, Kalender, Charts, etc. Jede Seite enthält zudem eine zugehörige, in Groovy geschriebene Action, die Anpassungen am Live-System erlauben, ohne den Compile-Redeploy-Prozess anstoßen zu müssen.

Aufmacherbild: Open Source Technology or Technologies as Abstract von Shutterstock.com / Urheberrecht: kentoh

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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