Play 2.2.0-M2 mit neuem Stage/Dist-Feature

Hartmut Schlosser

Das zweite Meilenstein-Release des Play Frameworks 2.2.0 ist da. Auf dem Weg zur Version 2.2.0 hat das populäre Webframework einige interessante Features an Bord geholt. So wurde ein neuer Stage- und Dist-Prozess eingeführt, mit dem Windows und Unix Start Scripts produziert werden können. Cookies lassen sich nun direkt von einem WS Client beziehen. Zudem wurden die Play Dependencies aktuelisiert, beispielsweise zu Akka 2.2 und sbt 0.13.0-M4. Eine verbesserte Crypto-Funktionalität, Http-Pipeline-Bugfixes und eine aktualisierte Dokumentation runden das Release ab.

Play ist ein Framework, mit dem sich sich Realtime Web-Anwendungen mittels Scala und Java APIs bauen lassen. Inspiriert ist Play von Produktivitätsframeworks wie Ruby-on-Rails und Django, abgezielt wird auf die Entwicklung von hochskalierbaren Enterprise-Anwendungen. Produktivitätsgewinne werden u.a. dadurch erzielt, da mit Play Codeveränderungen an einer Anwendung direkt, ohne das Anstoßen des umständlichen Build-Deploy-Prozesses sichtbar werden – sogenanntes „Hot Code Reloading“ (in Play 1.x wurde hierfür der Eclipse-Java-Compiler verwendet, in Play 2.x kommt das Scala-Build-Tool sbt zum Einsatz). Seit Ende 2012 ist Play Bestandteil des sogenannten Typesafe-Technologie-Stacks, in dem auch die Scala-Programmiersprache und das Aktoren-Middleware-Framework Akka zu finden sind.

Play-Entwickler Christopher Hunt beschreibt die APIs des vorliegenden Play 2.2.0.-M2 als „Reasonably Stable“, große Probleme sollten also nicht auftauchen. Dennoch seien die Dinge noch im Fluss, Änderungen jederzeit möglich, sodass die Version noch nicht für den Produktiveinsatz zu empfehlen ist.

Wohl aber für das Testen der neuen Funktionalitäten. Hier bittet Hunt insbesondere für das neu geschriebene Stage- und Dist-Feature um reichlich Feedback von der Community. Den kostenlosen Download dafür wartet auf den Typesafe-Servern auf Sie.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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