Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: BlackBerry mit dem sichersten Smartphone der Welt, die Prisma App und das Nexus Marlin

Kypriani Sinaris
Planet Android

Mit Superlativen sollte man etwas vorsichtig sein: BlackBerry hat mit dem Nexus DTEK50 jetzt nach eigenen (Marketing-)Angaben das sicherste Android Smartphone der Welt auf den Markt gebracht. Wie das Unternehmen dieses Versprechen einhalten möchte? In dieser Woche werfen wir außerdem einen Blick auf die App Prisma, die aus Selfies Kunstwerke macht, und erhaschen einen ersten Blick auf das Nexus Marlin.

BlackBerry: „Das sicherste Android Smartphone der Welt“

Mit dieser Botschaft kündigt BlackBerry sein neues Android-Smartphone mit dem eingängigen Namen DTEK50 an. Der zweite Sprössling der Android-BlackBerry-Zusammenarbeit kommt im Gegensatz zum BlackBerry Priv ohne ein physisches Keyboard aus. Optisch trägt es deutlich die Handschrift des kanadischen Unternehmens: Die BlackBerrys waren schon in der Vergangenheit breiter als andere gängige Modelle. So hat das DTEK50 eine Breite von 72,5 mm, das Samsung Galaxy S7 schmalere 69,6 mm und das iPhone 6 ist sogar nur 67 mm breit.

Unter der letzten Ausgabe von Planet Android, in der ich über BlackBerrys Android-Pläne gesprochen habe, gab es einen guten Kommentar: Auch wenn das Unternehmen mit seinen neuen Modellen nicht mehr auf sein Tipp-freundliches Keyboard setzt, können sich die Geräte trotzdem von anderen Android-Geräten absetzen, denn:

BlackBerry verwendet ja spezielle Hardware, die vom Bootvorgang bis zum Starten einer App alles absichert. Außerdem ist der Kernel „gehärtet“. Zusammen mit Android for Work wird jetzt schon fast das BlackBerry 10 Security Level erreicht.

Ich habe (Enterprise) Kunden, die nur aufgrund der BB Security jetzt Android Devices erlauben. Wichtig ist auch, dass BlackBerry die monatlichen Security Patches von Google unverzüglich ausliefert. ekke

Security spielt gerade bei Unternehmenskunden eine entscheidende Rolle – und das ist traditionell die Zielgruppe von BlackBerry. Das Versprechen, das sicherste Android Phone auf dem Markt zu bieten, gehört also praktisch zur Unternehmensphilosophie.

Einhalten möchte BlackBerry dieses Versprechen mit DTEK. Mithilfe der Software werden potenzielle Sicherheitsrisiken für den User transparent. So warnt DTEK beispielsweise, wenn unbemerkt Bilder oder Videos aufgenommen werden, das Mikrofon des Geräts angeschaltet wird, eine infizierte Nachricht eingeht oder wenn sich Malware Zugriff auf Kontakte oder den Standort verschafft.

Android Nougat für alle

Cross-Plattform-Entwickler aufgepasst: Denn Xamarin ist jetzt aus Android-Sicht auf dem neusten Stand. Die Entwickler kündigen an, dass nun auch die finalen Android Nougat APIs in die Plattform einziehen. Damit können Nutzer von Xamarin, welches das Skripten von nativen Android-, iOS- und Windows-Apps ermöglicht, Features wie Multi-Window UI, Direktantworten oder verbesserte Doze-Unterstützung nutzen. Mehr Informationen finden Sie im ausführlichen Blogpost.

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Nexus Marlin: Ein erstes Bild

Wie wird das kommende Nexus-Modell aussehen? Mit der Antwort auf diese Frage lockt die Seite Techdroider. Hier ist ein erstes Bild des Nexus Marlin zu sehen. Was man darauf erkennen kann, ist tatsächlich nur die Frontansicht. Also praktisch nur ein Bildschirm – also nicht ganz das, was man erwartet. Hier unterscheidet es sich auf den ersten Eindruck auch nicht von seinen Vorgängern. Das Nexus Marlin soll von HTC produziert werden.

Um sich tatsächlich einen Eindruck von den neuen Nexus-Geräten Marlin und Sailfish machen zu können, werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen. Im Herbst sollen sie auf den Markt kommen, etwa ab September wird uns Google und die Hardware-Partner sicherlich mit PR-wirksamen Informationen füttern.

Prisma: Next-Level-Selfies dank Neuronaler Netze

Kennen Sie die Foto-App Prisma? iPhone-Nutzer konnten sie schon seit längerem laden, seit dieser Woche ist sie auch im Google Play Store verfügbar. Auf den ersten Blick ist ihre Funktionsweise recht simpel: Sie schießen beispielsweise ein Selfie, und Prisma macht daraus ein Kunstwerk, wahlweise à la Picasso, Munk und Co. Sharing Buttons für Social Media sind natürlich integriert, dann hat die ganze Community was davon.

Bis hier hin gab es das alles schon mal. Filter sind schließlich mittlerweile so gängig, dass beispielsweise auf Instagram explizit mit dem Hashtag #nofilter darauf hingewiesen wird, dass es sich hier tatsächlich um die Realität handelt. Das besondere an Prisma ist, dass man sein Foto eben nicht nur bearbeitet. Es wird nicht nur ein Filter über die Farben des Fotos gelegt. Zunächst schickt die App das Bild in die Cloud – Datenschutzaspekte diskutieren wir hier jetzt mal nicht. Mithilfe neuronaler Netze wird das Bild dann praktisch neu gebaut. Als Datenquellen dient sowohl das „Zielbild“, also die Vorlage, nach der das Foto bearbeitet werden soll, und natürlich das Foto selbst.

Neuronale Netze oder Machine Learning im Allgemeinen, das ist die Technologie der Zukunft. Prisma ist aber nicht die erste App, die davon profitiert. Zwei Beispiele:

  • SwiftKey Neural Das smarte Keyboard schlägt kontextuell passende Begriffe vor. Das tut es nicht wie gängige Tastaturen auf Basis bereits genutzter Kombinationen, sondern schlägt diese eigenständig vor. Die App versteht mithilfe Neuronaler Netze auch längere Sätze und komplexere Wortstrukturen.
  • Dango schlägt kontextuell passende Emojis oder GIFs von Giphy vor. Um diese App zu verstehen, ist der unterhaltsame Einführungspost zu empfehlen.

Werfen Sie auch mal einen Blick in die App Machine Learning. Diese hält Sie über aktuelle News im Bereich Künstliche Intelligenz, Mechatronics oder Neuronale Netze auf dem Laufenden. Auch hier auf JAXenter widmen wir uns dem Thema Maschinelles Lernen. Schauen Sie in unserem Machine Learning Stream vorbei. Dieser wird regelmäßig mit spannenden Toolvorstellungen für Maschinelles Lernen, Diskussionen und Interviews befüllt.

Aber wir haben ursprünglich mit der Bildbearbeitungs-App Prisma angefangen. Neugierig geworden? Prisma können Sie sich kostenfrei im Google Play Store laden.

Pokémon Go: Die letzte Woche im Überblick

Wie war unser Leben eigentlich vor Pokémon Go? Was haben wir in der Mittagspause gemacht? Seitdem die Spiele-App zu haben ist, fallen Begriffe wie Pockestop, Relaxo oder Pummeluff in einer Unterhaltung schon gar nicht mehr auf. Dank Augmented Reality gehören die Monster ja quasi in unsere Umwelt. Und diese ist grenzenlos: So haben sich ein paar Gamer in dieser Woche in die Sperrzone des Kernkraftwerkes von Fukushima verirrt. Zum Ärger der Behörden, schließlich ist dieses aufgrund der hohen Strahlenbelastung kein besonders gutes Ausflugsziel.

Seit dem Release gab es immer mal wieder skurrile Ereignisse. So wurden Pokémons in Krankenhäusern, Kirchen und bei Beerdigungen gesucht, auf der Jagd gab es Leichenfunde, einige Spieler wurden durch die Ablenkung mit dem Spiel selbst zu Opfern eines Verbrechens. Wir halten Sie hier natürlich auf dem Laufenden 😉 .

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

 

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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