Suche
Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Smartwatch No.1, das Ende einer Nexus-Ära & Neues von Android N

Kypriani Sinaris

© Software & Support Media

Was gibt’s Neues auf dem Planeten Android? Das Betriebssystem ist durch seine weite Verbreitung bei Entwicklern und Konsumenten bekanntlich sehr beliebt. Alternativen wie Windows Phone können wohl von vergleichbaren Zahlen nur träumen. Und so beschäftigen wir uns in dieser Woche mit der Rolle Androids als Rettungsanker für schwächelnde Konkurrenten. Außerdem werfen wir einen Blick auf 3D-Touch-Optionen für Android N, auf Neuigkeiten vom Smartwatch-Markt und auf das Ende der Nexus-6-Ära.

Rettungsanker Android

Kennen Sie jemanden, der ein Windows Phone besitzt? Oder besitzen Sie gar selbst eins? Dann sind Sie schon etwas ganz Besonderes: Momentan machen Windows Phones 2,2% der Smartphone-Verkäufe aus, so der IDC. Android-Smartphones sind dagegen mit Abstand am weitesten verbreitet, diese nehmen 81.2% Marktanteile ein.

Und so ist die Rechnung für Entwickler wenig überraschend: Wer Android-Apps für den Google Play Store entwickelt, erreicht eine breite Masse. Von dieser breiten Aufstellung wollte ja bereits Blackberry mit seinem ersten Android Phone, dem BlackBerry Priv, profitieren. Und auch Steve Ballmer, ehemals CEO von Microsoft, hält eine Öffnung der Windows Phones für Android-Apps für den richtigen Schritt, berichtet Bloomberg. In einer direkten Kritik am aktuellen Microsoft CEO Satya Nadella soll er die Wichtigkeit von „Key Apps“ betont haben: Es sei eine gute Idee, auch Android Apps auf Windows Phones anzubieten, damit Kunden eben nicht auf sogenannte Key Apps verzichten müssten.

Mit dem Projekt Astoria wollte Microsoft eine „Windows Bridge for Android“ bieten. Damit sollten mithilfe von Android-Code Windows-10-Mobile-Apps gebaut werden können. Momentan ist die Zukunft des Projekts aber unklar: Berichten zufolge soll das Projekt auf unbestimmte Zeit ruhen. Und so steht eine mögliche Zusammenführung der beiden Plattformen noch in den Sternen.

Nach dem Release ist vor dem Release

Android Marshmallow trägt eigentlich noch Kinderschuhe – schließlich ist die aktuelle Version des Betriebssystems auf vielen Android-Geräten noch gar nicht verfügbar. Trotzdem kann man ja schon ein bisschen mutmaßen, welche Features das nächste Major Release, Android N, im Gepäck haben könnte. Und da sollen laut einem Bericht auf Curved vor allem Gerüchte rund um 3-D-Touch kursieren.

ClearForce heißt die Technik von Synaptics, die bereits im Oktober angekündigt wurde. Die Sensoren ermöglichen nicht nur die Unterscheidung von Tippen und Drücken, sondern sollen auch  schnelles und langsames Scrollen erkennen und ein Pendant zum Rechtsklick an der Maus bieten.

Die Technologie soll nach Unternehmensangaben 2016 in neue Smartphones integriert werden. Ob Android N ClearForce unterstützen wird, oder ob die Technologie erst mal gerätespezifisch Anwendung findet, wird sich im kommenden Jahr zeigen. Ein heißer Kandidat für Android N, vor allem aber für Android Wear, wäre das Feature allemal, bietet es doch auf dem begrenzt verfügbaren Platz deutlich mehr Bedienoptionen.

Die Konkurrenz von Apple legt hier schon vor: Eines der bemerkenswertesten Features des aktuellen iPhones und der Apple Watch, auf dem ersteren 3D Touch genannt, auf letzterer Force Touch, unterscheidet Tippen und festeres Drücken. So werden Zugriffe auf bestimmte Funktionen verkürzt. Man muss beispielsweise zum Aufnehmen eines Fotos die Foto-App gar nicht erst öffnen, sondern kommt per Schnellzugriff zur gewünschten Aktion.

Lesen Sie auch: Planet Android: DataSaver Mode für Chrome, Project Aura, Android Marshmallow und vieles mehr

Und wieder eine neue Smartwatch

Das chinesische Unternehmen No.1 kündigt seine erste Android-Wear-Uhr an. Die No.1 D5 soll auf der Hardware-Seite neben Speaker- auch USB- und SIM-Card-Support bieten. Auf der Software-Seite bietet die Uhr neben den klassischen Features wie Wetterinfos, Sprachsuche oder Fitnessdaten auch die Möglichkeit, Anrufe zu tätigen.

Zugegebenermaßen: Betrachtet man die Bilder auf der Projektseite, so ist diese Uhr ein wahres Statement. Sie ist sehr klobig und sieht auch ziemlich schwer aus. Das ist natürlich Geschmackssache, aber so ganz innovativ wirkt das Design, den Bildern nach zu urteilen, nicht. Apropos Design: Die TAG Heuer Connected Smartwatch, welche schon allein wegen ihres Herstellers zeitloses Design in die Wiege gelegt bekommt, soll nun aufgrund der großen Nachfrage in größerer Stückzahl produziert werden. Wer hätte das gedacht, kostet das smarte Accessoire stolze 1350 Euro.

Goodbye Nexus 6

Das Nexus 6 ist nicht mehr über den Google Store zu beziehen. Das Unternehmen hat den Verkauf seines Modells aus dem letzten Jahr eingestellt, wie The Verge berichtet. Damit legt Google seinen Fokus nun komplett auf die aktuellen Modelle der Nexus-Reihe, das Nexus 5X und das Nexus 6P.

Für Nexus-Freunde gab es diese Woche weitere Neuigkeiten: Factory Images von Android 6.0.1. werden nämlich nun von Google bereitgestellt. Neugierige finden diese auf der Google Developers Seite, inklusive einer Liste aller technischen Voraussetzungen für das Update. Im Gepäck sind unter anderem zahlreiche neue Emojis, wie das folgende Gif zeigt, das auf dem Nexus-Twitter-Kanal gepostet wurde:

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: