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Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Google Assistant für alle, unsichere Passwortmanager und das Samsung Galaxy S 8

Kypriani Sinaris
Planet Android

© Software & Support Media

Freiheit für den Google Assistant! Der AI-Service befreit sich Hardware-seitig von den Pixel-Geräten und wird in Zukunft auf einigen Android Smartphones zu finden sein. Welche das sind und was diese Woche noch im Android-Universum los war, erfahren Sie in dieser Planet-Android-Ausgabe.

Google Assistant für alle

Der Google Assistant soll in Zukunft für diverse Android-Smartphones bereitgestellt werden. Wie arstechnica berichtet, sollen Geräte, die mindestens auf Android 6 laufen, den Assistenten erhalten. Aktuell sind das etwa 30 Prozent. Das LG G6 ist eines der ersten Geräte, das mithilfe des Google Assistenten smarter wird. Zunächst wurde er als exklusiver Zusatz zu den neuen Pixel-Geräten von Google beworben. Hinter dem Assistenten verbirgt sich, was der Name verspricht: Ein smarter Dienst, der sowohl auf schriftliche, als auch auf eingesprochene Sprache reagiert. Dabei lernt er den Nutzer immer besser kennen – und liefert immer bessere Ergebnisse.

Passend zu smarten Assistenten: Laut Marktforschungsunternehmen Counterpoint werden diese dabei helfen, den eingeschlafenen Wearable-Markt zu befeuern. So soll der Marktanteil der Wearables, die durch künstliche Intelligenz gepimpt sind, 2017 laut Prognose um 376 Prozent steigen. Was auffällt: Vor allem den Hearables wird eine rosige Zukunft prophezeit.

Dahinter stecken smarte Kopfhörer, also Intelligenz auf dem Ohr. Ganze 50 Prozent sollen Hearables ausmachen, gefolgt von Smartwatches mit 42 Prozent und nur schmalen vier Prozent für Activity Tracker. Das ist interessant, denn bisher verkaufen sich vor allem die Fitnesstracker auf dem Wearable-Markt. Nicht umsonst führte das Unternehmen FitBit, das sich auf Fitnesstracker spezialisiert hat, lange Zeit die Verkaufszahlen an. Aber auch wenn der Anteil der Fitnesstracker am gesamten Markt insgesamt nur vier Prozent betragen soll, geht man bei Counterpoint für die Tracker von einem Wachstum um 545 Prozent aus.

Zurück zu den Hearables: Counterpoint sieht hier Apple ganz weit vorne. Das Produkt zum Erfolg sollen die AirPods sein. Mit Siris Hilfe, Apples Sprachassistenten, werden smarte Stöpsel draus. In wieweit Counterpoint Recht behalten soll, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Von einem kann man aber ausgehen: KI wird den Markt grundlegend verändern.

Samsung Galaxy S8 – so sieht’s aus

Wenns einer kann, dann Evan Blass: Der Venture-Beat-Redakteur ist Android-Gossip-Quelle Nummer eins. Was er twittert, stellt sich meist ein paar Wochen später als wahr heraus. Und so dürfen sich Fans der Galaxy-S8-Serie über einen seiner jüngsten Tweets freuen:


So soll es aussehen, das Galaxy S8 von Samsung. Es fällt auf: Da ist sehr viel Bildschirm. Am unteren Rand des Displays werden drei On-Screen-Tasten sein, die sich konfigurieren lassen. Auch das Format hat sich geändert, das S8 ist etwas schlanker als seine Vorgänger. Die Klinkenbuchse wird beim S8 weiterhin zu finden sein. Die offizielle Präsentation des Samsung Galaxy S8 findet am 29. März statt.

Unsichere Passwortmanager für Android

In einer aktuellen Pressemitteilung berichtet das Frauenhofer-Institut für Informationstechnologie (SIT) von gravierenden Sicherheitslücken in Passwort-Apps für Android. Die Hersteller wurden bereits informiert. Nutzern wird empfohlen, entsprechende Apps wieLastPass, Dashlane, Keeper oder 1Password auf den neusten Stand zu bringen. Grund für die Unsicherheit sind Implementierungsfehler innerhalb der Apps . Dr. Siegfried Rasthofer, Android-Experte am Fraunhofer SIT, erklärt dazu: „Einige Anwendungen speichern beispielsweise das eingegebene Master-Passwort im Klartext auf dem Smartphone.“ Kommt man an das Master-Passwort, öffnet man natürlich auch die Türen zu genutzten Shopping- oder Banking-Apps sowie Mailkonten und Co.

Eine Übersicht aller Sicherheitslücken und der betroffenen Apps finden Sie auf der Projektseite des Teams SIK (Security Is Key) nachlesen.

Android Auto – ohne BMW!

Im Zuge der fortschreitenden Vernetzung unserer Alltagsgegenstände, ist es wenig verwunderlich, dass auch Autobauer wie BMW im Kontext des MWC eine Rolle spielen. In einem Interview mit TechCrunch äußerte sich BMWs Senior VP der digitalen Services und Business Modelle, Dieter May, bezüglich Android Auto, Googles Schnittstelle zwischen Auto und Smartphone. Demnach sollen künftige Modelle des Autobauers nicht mit Android Auto ausgestattet werden, stattdessen unterstützt man eher Apples CarPlay. Auf TechCrunch heißt es:

We believe the changes that are coming to the inside of the car and the user experience — like self-driving cars — you have to control the customer interface. That’s part of the brand experience and for that, I don’t want to have an Android screen and I especially want to be able to deeply integrate these systems.

Im Fokus soll in Zukunft aber BMWs eigener Dienst A4A stehen. Laut Android Auto Site kooperiert Google bisher mit Herstellern wie Audi, Citroën oder Ford.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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