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Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Die Android-Bibliothek Kreto, das Huawei Mate 20 Lite und Neues von Google Play

Katharina Degenmann
Android

Die in Kotlin geschriebene Android-Bibliothek Kreto stellt sich vor und zeigt, wie man Netzwerkanfragen effizient mit LiveData und Retrofit verwalten kann. Außerdem gibt es womöglich erste Bilder des Huawei Mate 20 Lite, natürlich mit Notch und Google Play versucht zu optimieren – mal wieder.

Ketro – Die Android-Bibliothek in Kotlin

Eine Android-Bibliothek, geschrieben in Kotlin, mit der sich Netzwerkanfragen einfach verwalten lassen – das wäre doch mal was. Wer davon schon einmal geträumt hat, der darf sich nun nach Herzenslust erfreuen – diese Android-Bibliothek gibt es tatsächlich. Sie heißt Ketro und kann Netzwerkanfragen mithilfe von LiveData (von Android Jetpack) und Retrofit bearbeiten. Und Ketro kann noch mehr: so lehrt sie uns mittels Error Handling beispielsweise den richtigen Umgang mit Fehlern.

Ketro ist genauer gesagt ein in Kotlin geschriebener Retrofit Response Wrapper. Dieser kann verwendet werden, um die Antworten von REST APIs auf LiveData und das Exception/Error Handling von Retrofit-Aufrufen bis hin zur Anzeige von Fehlern in der Nutzeransicht zusammenzufassen. Ketro erlaubt bzw. unterstützt das Hinzufügen von individuellen Ausnahmen, damit Fehler leicht mit durch entsprechende Aktionen und mit Feedback für die App-Benutzer gruppiert und verwaltet werden können. Für die Netzwerkanfragen wird Retrofit, der beliebte HTTP-Client für Android und Java, sowie LiveData, das von Android Jetpack bekannt sein dürfte, genutzt.

Die zwei Methoden von Ketro

Ketro bietet grundsätzlich zwei Methoden an:

doRequest() : LiveData<Wrapper<R>>

executeRequest(liveData: MutableLiveData<Wrapper<R>>)

Die beiden Methoden sind sich recht ähnlich, da sie beide Netzwerkoperationen ausführen, wenn sie aufgerufen werden. Der Unterschied besteht darin, dass doRequest() die „LiveData“ zurückgibt, die man verwenden würde, um Änderungen zu beobachten. executeRequest() hingegen erlaubt es die „LiveData“ zu übergeben, die man beobachtet.

Nur 2 Schritte von Kreto entfernt

Um mit Kreto auch wirklich loslegen zu können, bedarf es zunächst zwei einfacher Schritte:

Schritt 1: Zunächst muss eine Request-Handler-Klasse erstellt werden, die Ketros GenericRequestHandler erweitert. Anschließend wird das Antwortmodell als parametrisierter Typ eingesetzt. Zudem muss auch die abstrakte Methode makeRequest () überschrieben werden, in der der Retrofit-Aufruf vorgenommen werden soll:


class GitHubRequest(private val name: String) : GenericRequestHandler<ResponseModel>(){

    // Setting up Retrofit
    private val gitHubAPI: GitHubAPI by lazy {
        NetworkModule.createRetrofit().create(GitHubAPI::class.java)
    }
    
    override fun makeRequest(): Call<ResponseModel> {
        return gitHubAPI.searchUser(name)
    }
}

Schritt 2: Der API-Aufruf wird durchgeführt, indem eine Instanz der oben erstellten Request-Handler-Klasse erzeugt und eine der beiden Methoden von Ketro aufgerufen wird.

Error Handling – Mit Fehlern richtig umgehen

Was klingt, wie die Überschrift einer Hobby-Psychologen-Fachzeitschrift, bezieht sich hier natürlich auf die Fehlerbehandlung. Die Behandlung von benutzerdefinierten Fehlern mit Ketro ist recht einfach. Alles was es braucht, ist die Bereitstellung von zwei Komponenten:

1. Kobserver: Eine Erweiterung der Observer-Klasse der Architecture Components von Android. Diese Klasse kümmert sich um Erfolgs- oder Fehlermeldungen und stellt für beide Fälle zwei abstrakte Methoden zur Verfügung. Für Ketro-Nutzer gibt es die Empfehlung, dies anstelle der Observer-Klasse der Architecture Components zu verwenden.

2. ApiErrorHandler: Eine Klasse, die Antwort-Codes bzw. -meldungen des jeweiligen Servers auf eine Exception abbildet. Man muss diese Klasse erweitern, um die eigene Fehlerabbildungsimplementierung bereitzustellen. Sollte man sich dagegen entscheiden, wird eine Standard-Exception zurückgegeben.

Kreto sorgt also für mehr Ordnung im Android-Stall. Die Bibliothek und eine Beispielapplikation findet sich hier.

Huawei Mate 20 Lite – Es ist ein Smartphone und es sieht gut aus…

Wenn einer etwas über das Huawei Mate 20 Lite weiß, dann ja wohl Evan Blass. Der Mobile-Reporter von Venturebeat ist in Sachen Android der Gossip-King schlechthin. Was er auf seinem Twitter Account durchsickern lässt, hat meist Hand und Fuß. Und so dürften Fans der Huawai-Mate-20-Serie seit seinem jüngsten Tweet auf Wolke Sieben schweben:

Das soll es angeblich sein, das Mate 20 Lite von Huawei. Was auffällt: Da ist verdammt viel Bildschirm. Auch sonst hat Huwaei an nichts gespart – drei Farbmöglichkeiten, vier Kameras und noch nicht einmal auf den Notch am oberen Bildschirmrand wurde verzichtet. Leistungstechnisch soll das Mate 20 Lite über 6GB RAM und einen 64GB-Speicher verfügen. Angeblich werde das alles von einem Akku mit 6.650 mAh unterstützt. Für den Antrieb sorgt ein Kirin 710 mit acht Prozessorkernen von Huawei. Das Gerät sei 7,6 mm dick und 172 g schwer, heißt es.

Durch seine überdurchschnittlich vielen Kameras könnte das Android Phone beinahe als mobiles Filmstudio durchgehen. Es sind insgesamt vier an der Zahl – zwei vorne und zwei hinten. Die Kameras auf der Rückseite haben einen 20-MP-Sensor und eine 2-MP-Sekundärlinse. Die Frontkamera verfügt über satte 24 MP und einen weiteren 2-MP-Sekundärsensor. An der Ausstattung wurde also nicht gespart – dafür an der Kreativität des Designs.

Optisch, wie soll es anders sein, zeigt Huawei auch ein weiteres Mal seine Schwäche der innovativen Formgebung. Von vorne sieht das Smartphone, sofern es sich um das Mate 20 Lite handelt, im Grunde aus, wie ein iPhone X, nur mit größerer Unterlippe. Und auch der nicht allseits beliebte Notch darf nicht fehlen, wie beim iPhone X eben. Das Design des Glasbodens ist schon etwas origineller und ähnelt dem des Mate 10 Porsche Design. Die offizielle Präsentation des Huawei Mate 20 Lite wird im Oktober 2018 erwartet. Spätestens dann werden wir erfahren, wie „bahnbrechend“ das Android-Phone von Huawei tatsächlich ist.

API Summit 2018
Christian Schwendtner

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mit Christian Schwendtner (PROGRAMMIERFABRIK)

DDD Summit 2018
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mit Nicole Rauch (Softwareentwicklung und Entwicklungscoaching)

Google Play: Neues aus der Spielwarenabteilung

Google Play ist mit zahlreichen Apps, Spielen, Musik, Filmen, Serien und Büchern, die mobile Spielwarenabteilung für sämtliche Android-Geräte. Um Nutzer und Entwickler weiter bei Laune zu halten, hat Google Play seine, nach eigener Aussage, Meilensteine in Sachen Benutzerfreundlichkeit veröffentlicht. Besonders an der Downloadgröße, Qualität und Sicherheit wurde geschraubt.

Make Google Play great again!

Laut Purnima Kochikar, Director bei Google Play, Apps & Games, ging es beim Update für Google Play unter anderem der Größe von Apps an den Kragen. Durch Android App Bundle & Dynamic Delivery konnte die App-Größe um bis zu 65 % reduziert werden. Das hat wiederum dazu geführt, dass mehr Downloads und weniger Deinstallationen vorgenommen wurden.

Ebenso wurden der Play Console neue Test-Werkzeuge hinzugefügt. Das ist für Entwickler und Nutzer gleichermaßen erfreulich: Um App Launches sicherer zu machen, wurden interne und externe Test-Tracks sowie inszenierten Rollouts verfügbar gemacht, wodurch man relativ früh Feedback erhalten kann. Doch auch für Nutzer scheint dieser verbessere Qualität etwas Gutes zu haben, da die Absturzrate um bis zu 70 Prozent reduziert werden konnte.

Ein weiterer Fokus lag auf der Qualitätsverbesserung der Google Play App, die bei der Fehlerbehebung für Entwickler eine wichtige Rolle spielt. Die Berichte über Akkulaufzeit und die Stabilität wurden ebenso erweitert, wie das Rendering von Android-Vital-Berichten, die nun auch die App-Startzeit und eine Berechtigungsverweigerung beinhalten. So konnten Entwickler Fehler, durch die Anwendungen nicht mehr reagierten, um 95 Prozent reduzieren. Wie im Blog-Eintrag zu lesen ist, konnten durch eine optimierte Suchfunktion, bei der die Qualität von Apps nun eine deutlich größere Rolle spielt, zudem deutlich bessere Suchergebnisse erzielt werden. Googles Play Store konnte daher seine Besuche im vergangenen Jahr um 30 Prozent steigern.

Verbesserte Sicherheit

Wo viel umtrieb ist, spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Google Play Protect scannt nun mehr als 50 Millionen Apps täglich, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Wie das Ergebnis zeigt, wurden 99 Prozent der Apps mit gefährlichem Inhalt identifiziert und abgelehnt, bevor sie installiert werden konnten. Darüber hinaus wird das Google Play Security Rewards Program in Zusammenarbeit mit Hacker One weitergeführt, um weitere Schwachstellen zu entdecken.

Google Play hat wieder mal an allen Ecken und Enden optimiert. Wie lange diese sogenannten Meilensteine einzigartig bleiben, wird sich zeigen, denn schließlich erhält der Play Store bei Google Play ständig Updates. Obendrein muss man viel Geduld mitbringen, bis sich der App Store von Google selbstständig aktualisiert und solange sich daran nichts ändert, helfen auch die besten Optimierungen nichts.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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