Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Huaweis Foldable Mate X startet Verkauf & Android Dev Summit 2019

Katharina Degenmann

Gerüchte gab es schon länger – jetzt soll es laut Hauwei geschafft sein: Das Huawei Foldable Mate X soll nächsten Monat zum Verkauf bereitstehen. In Sachen knickbarem Display lieferten sich Huawei und Samsung ein regelrechtes Rennen. Zwar hat Huaweis Foldable Mate X gegen Samsung verloren, aber nun soll der Verkauf ab 15. November starten. Überdies findet aktuell der Android Dev Summit statt und dort wird allerhand neues präsentiert. Im Fokus standen Android Studio 4.0, neue Jetpack APIs und erweiterte Sprachunterstützung für Kotlin.

Huawei Foldable Mate X: Ab 15. November wird es verkauft

Huawei und Samsung lieferten sich dieses Jahr ein kleines Battle – schließlich wollte jeder der Erste sein und ein Foldable auf den Markt bringen. Doch ganz so leicht war es für beide nicht. Während Samsung so seine Problemchen mit dem empfindlichen Display hatte, hatte Huawei vor allem seine Problemchen mit den USA. Jedenfalls mussten wir uns in beiden Fällen deutlich länger gedulden, als vorher angenommen.

Huawei Mate X vs Galaxy Fold

Bereits Anfang des Jahres präsentierte Samsung seinen knickbaren Display-Kracher. Nun verkündet auch Huawei ein Verkaufsdatum für sein Foldable Mate X.

Quelle: Huawei

Dieses ist bekanntlich anders konzipiert als das Galaxy Fold, dessen Display an der Außenseite entlang läuft. Dadurch entsteht ein größerer Knick-Radius, der der Langlebigkeit zu Gute kommen könnte. Aber so entsteht auch der Umstand, dass das Display permanent äußeren Einflüssen ausgesetzt ist. Auch beim Foldable Mate X muss man also erst einmal ganz genau hinschauen, ob es denn auch wirklich alltagstauglich und stabil ist.

Weitere Infos

Ab dem 15. November sollte der Kunde dann auch genauer hinschauen können, denn dann startet Huawei nämlich den Verkauf.

Quelle: Samsung/Huawei

Leider nicht international, sondern erstmal nur in China. Über den internationalen Verkaufsstart hat Huawei aber bislang noch nichts preisgegeben. Eventuell hängt auch das mit den US-Sanktionen und dem Android-Lizenz-Verbot zusammen. Günstig wird übrigens auch dieses Foldable nicht, umgerechnet rund 2.400 Dollar also 2.299 Euro werden in China dafür fällig.

Android Dev Summit

Der Android Dev Summit ist mittlerweile zu einem Ort geworden, an dem eine Reihe wichtiger Software-Releases und Ankündigungen präsentiert werden. In diesem Jahr stellt Google wieder einige seiner Neuerungen vor.

IT Security Summit 2019

Hands-on workshop – Hansel & Gretel do TLS

mit Marcus Boiton (Synchromedia Limited)

Sichere Logins sind doch ganz einfach!

mit Arne Blankerts (thePHP.cc)

Angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Entwicklungsoptionen wie dem Flutter SDK von Google, mit dem UI- und App-Code in derselben Sprache geschrieben werden können, bestand der Wunsch, Android-Apps ausschließlich mit Kotlin zu erstellen. Daher wurde in Sachen Sprachunterstützung stark an Kotlin geschraubt. Nutzer können sich auf eine schnellere Kompilierung, reduzierte Typisierungslatenz in der IDE, mehr Lint Checks, volle Unterstützung für Kotlin-Build-Scripts (KTS-Dateien) und Live-Vorlagen freuen.

Android Studio 4.0 trifft auf Canary

Zudem hat Google unter anderem bekannt gegeben, dass die Unterstützung für Jetpack Compose – einschließlich Code-Vervollständigung, Live-Vorschau und einer Beispiel-App – in die neueste Canary-Version von Android Studio, Version 4.0, integriert wurde. Der erste Canary Build von Android Studio 4.0 steht nun mit einer Reihe von Optimierungen und Ergänzungen wie etwa der Java 8 Library Desugaring (Entfernen von redundantem Code), einem Motion Editor und Jetpack Compose zur Verfügung.

Jetpack APIs wachsen weiter

Android Jetpack wurde bereits auf der I/O 2018 angekündigt und ist eine Art weiterentwickelte Form der ursprünglichen Support-Bibliothek, die zahlreiche Tools und Bibliotheken enthält. Laut der neuesten Ankündigung von Google soll Jetpack noch weiter wachsen. Die bereits angekündigte Benchmarking-Bibliothek wurde zum Release Candidate befördert, so dass sie wahrscheinlich schon bald für den produktiven Einsatz bereitsteht. Eine weitere Besonderheit ist die View Binding Library, die die Oberflächenentwicklung vereinfacht. Und auf ihrem Weg zur Beta im Dezember soll das CameraX-API die Interaktion mit Kameras auf Handys vieler großer OEMs erleichtern.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
4000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: