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Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Oboe Android, Huawei 20 Mate Pro und Google ohne Android-Apps

Katharina Degenmann
Android

Das Huawei Mate 20 Pro bringt mit Monster-Akku und 3D-Gesichtserkennung die Konkurrenz ins Schwitzen. Zur musikalischen Untermalung dieses Szenarios könnte man das neu erschienene Android Oboe, eine C++-Bibliothek für Audio nutzen. Außerdem hat Android seine Lizenzbedingungen geändert.

20 Mate Pro: Ein Homerun für Huawei?

Der China-Riese Huawei hat sein neues Flaggschiff Huawei Mate 20 Pro enthüllt und lässt damit die Konkurrenz ziemlich alt aussehen. Riesiges Display, Triple-Kamera mit Weitwinkel, langer Akku und auch noch wasserdicht. Diese Ausstattung bringt Smartphone-Nutzer-Augen zum Leuchten.

Kaum wurde das Huawei 20 Mate Pro veröffentlicht, ließen die ersten Kommentare nicht lange auf sich warten. Es ähnele optisch und technisch der Konkurrenz, vieles käme einem bekannt vor. Natürlich hat Huawei das Androidphone nicht neu erfunden, aber wozu denn auch? Optimieren reicht!

Lange Laufzeit, Schnellladefunktion und Triple-Kamera

Rein optisch gleicht das neue Mobiltelefon dem Mate 10 Pro und dem Mate RS, es scheint ein eleganter Mix aus beiden zu sein. Das OLED-Display ist 6,4 Zoll groß. Auch die Triple-Kamera auf der Rückseite muss sich nicht verstecken. Huawei setzt auch, wie schon zuvor beim jüngsten Smartphone der P-Serie, auf eine 40-Megapixel-Hauptkamera. Ergänzt wird diese durch eine 20- sowie eine 8-Megapixel-Kamera und auch der Notch darf natürlich nicht fehlen.

Auch mit dem eigens entwickelten Kirin-980-Prozesser (2×2,6, 2×1,92 und 4×1,8 Gigahertz) hängt Huawei die Messlatte ziemlich hoch. Neben einem 6 Gigabyte großen Arbeitsspeicher gibt es einen Akku mit 4.200 Milliamperestunden – und der hat es in sich. Insgesamt 16 Stunden und 44 Minuten soll man das Mate 20 Pro ohne Aufladen nutzen können. Und selbst beim Aufladen landet Huawei einen Clou: Dank der Schnellladefunktion lässt sich das Mate 20 Pro mit bis zu 40 Watt innerhalb von gut einer Stunde komplett aufladen.

Ein besonderes Highlight ist, neben dem Fingerabdrucksensor, die 3D-Gesichtserkennung. Jaja, Apple verfügt bereits über eine Face ID. Und genau deshalb hat Huawei diesen Begriff nicht verwendet und setzt stattdessen lieber auf 3D-Gesichterkennung. Mit dieser sei das Handy in weniger als als 600 Millisekunden entriegelt, also schneller als mit Apples Face ID.

Huawei hat an nichts gespart, nicht mal am Preis

Und auch alle KI-Fans dürfen sich nun freuen. Denn die Kamera wird von KI-Algorithmen unterstützt, die die Funktionalität erweitern. Dazu gehört unter anderem eine verbesserte Erkennung von Motiven, was sich positiv auf die Fotoqualität auswirkt. Erkennt das Mate 20 Pro das fokussierte Motiv, schaltet es in den passenden Modus und liefert eine optimale Bildeinstellung. Dazu zerlegt der KI-Chip das Bild in Einzelteile und optimiert jedes Einzelteil automatisch.

Auf seine Kosten kommt aber man nicht nur hinsichtlich der Ausstattung, sondern auch im Preis. Für 999 Euro wechselt das Mate 20 Pro den Besitzer. Damit ist es das teuerste Huawei-Smartphone überhaupt und soll ab Ende Oktober erhältlich sein.

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Oboe: Eine C++-Bibliothek für Audio

Oboe heißt die Neuigkeit im Android-Universum und damit ist natürlich nicht das Holzblasinstrument gemeint. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine C++-Bibliothek, die das Erstellen von Echtzeit-Audioanwendungen ermöglicht. Oboe zielt darauf ab, das Erstellen von Anwendungen mit der geringstmöglichen Audio-Latenzzeit zu unterstützen und das für eine Vielzahl von Android-Geräten.

Ein einziges API macht’s möglich

Oboe setzt für Oreo (API 27+) dabei auf die Features des neuen APIs AAudio. Die Bibliothek funktioniert quasi wie AndroidX für native Audio. Die Rückwärtskompabilität zu Jelly Bean (API 16+) bleibt allerdings, dank der Verwendung von OpenSL ES, erhalten.

Quelle: Google

Wie genau Oboe funktioniert wird in diesem Video erklärt:

Weitere Details zu Oboe können auf dem offiziellen Blog nachgelesen werden.

Nach EU-Rekordbußgeld: Android ohne Google-Apps

Im Sommer wurde Google wegen unfairen Wettbewerbs bezüglich Android von der EU-Kommission zur Kasse gebeten. Mit einer Rekord-Wettbewerbsstrafe von 4,34 Milliarden Euro bestraft, versprach der Gerätehersteller sein Geschäftsmodell in Sachen Android zu ändern.

Die EU-Kommission kritisierte, dass Hersteller von Android-Smartphones, die Google-Dienste einbinden wollen, immer das gesamte Paket mit 11 Apps auf den Geräten installieren müssen. In dieser Zwangsbündelung sah die Kommission einen Versuch, Googles dominierende Position bei der Internetsuche am PC auch auf das Smartphone auszuweiten.

Android-Abwandlung und neue Lizenzgebühr für Play Store

Google reagierte nun auf die Strafe und präsentierte eine Reihe von Maßnahmen. Unter anderem können Handyhersteller ab dato selbst entscheiden, ob sie eigene Android-Versionen installieren möchten. Außerdem seien ab dem 29. Oktober Google-Dienste wie Maps, die Google-Suche und der Browser Chrome als Ergänzung zum Play Store optional verfügbar.

Doch ein Suchmaschinenriese lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen und verlangt im Gegenzug dafür zukünftig pro Gerät eine Lizenzgebühr für den Play Store und andere Angebote wie Googles Landkarten- oder E-Mail-Dienst. Dennoch betonte Google, dass Android selbst weiterhin kostenlos bleibe. Allerdings ist das letzte Wort hier noch nicht gesprochen, denn obwohl Google die Kartellstrafe bereits bezahlt und einige Maßnahmen angekündigt hat, hat das Unternehmen bereits Berufung gegen das Urteil der EU-Kommission eingelegt.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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1 Kommentar auf "Planet Android: Oboe Android, Huawei 20 Mate Pro und Google ohne Android-Apps"

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