Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Faltbare Displays von Samsung, die Gewinner der Android Experiments und Outlook in Android Wear

Kypriani Sinaris, Christoph Ebert
Planet Android

Planet Android, © Software & Support Media

In dieser Planet-Android-Ausgabe werfen wir einen Blick auf Samsungs Pläne für biegbare Displays, holen uns Outlook jetzt auch auf die Android-Wear-Smartwatch und sehen den Entwicklern von Tendigi dabei zu, wie sie mithilfe einer Hightech-Hülle aus einem iPhone ein Android-Gerät machen.

Notifications in Android N: Details, Details!

Google überarbeitet die Notifications in Andorid N – so weit ist das noch keine Neuigkeit, sondern spätestens seit der ersten Developer Preview bekannt. Nun zeigt Google uns allerdings endlich, wie genau die neuen Notifications aussehen werden und erklärt, was Entwickler beachten müssen, um alle Veränderungen im vollen Umfang nutzen zu können.

Damit weiterhin der Zeitpunkt einer Benachrichtigung anzeigt wird, muss beispielsweise der Wert setShowWhen(true) verwendet werden. Ansonsten bleibt der wertvolle Platz in der neu gestalteten Kopfzeile der Notifications künftig solchen Elementen wie dem App-Namen und dem Subtext der Nachricht vorbehalten. Auch für die Direct-Reply-Funktion, mit der Antworten unmittelbar innerhalb der Notification eingegeben werden können, steht nun eine detaillierte Anleitung zur Integration in eigene Anwendungen zur Verfügung. Alle Informationen finden sich im Android Developers Blog gibt es alle weiteren Details zu den Notifications in Android N.

Biegbare Displays von Samsung

Konzepte, die sich durchsetzen sind solche, die sich in unseren Alltag integrieren lassen, ohne ihn komplizierter zu machen. So sind Elektroautos zwar eine feine Idee, ohne die passende Infrastruktur bezüglich der Ladestationen aber noch nicht durchsetzungsfähig. Tablets haben seit dem ersten iPad zwar eine große Fangemeinde, aber so mobil, wie die Erfinder sich das vorgestellt haben, sind sie auch wieder nicht. Auch wenn einige Tablets mit eigenen SIM-Karten ausgestattet werden können, so sind sie einfach nicht praktisch zu transportieren und gehören nicht wirklich zum Straßenbild dazu – trotz vorhandener Netzabdeckung.

Wie Bloomberg berichtet, plant Samsung bis 2017 zwei verschiedenen Smartphone-Modelle mit faltbaren Bildschirmen. Eines der Modelle kann man demnach in der Mitte falten und so entweder die Größe eines kompakten Smartphones oder eines Tablets erhalten. Bei dem zweiten Modell soll sich das flexible Display quasi ausfahren lassen, wie das folgende Video zeigt, das Samsung bereits 2013 veröffentlicht hat und schon erste Entwürfe vorstellt:

Was bedeutet das für die Apps, die auf dem Gerät installiert sind? Welche Auswirkungen könnte eine solche Hardware auf das UI haben? Durch das variable Format, dass sich nicht stark von dem der gewohnten Smartphones unterscheidet, könnte es sich hierbei zumindest um ein Konzept handeln, das sich durchsetzt.

Android Experiments: Die Gewinner sind …

Vielleicht erinnern Sie sich: Das Google-Projekt Android Experiments suchte vor einigen Wochen innovative App-Entwicklungen, die Funktionen und auch Geräte auf ganz neue Art und Weise nutzen. Nun stehen die Gewinner fest. Zwei davon möchte ich hier kurz vorstellen.

Bei dem Projekt Autonomous Android Vehicle ist die Idee, dass ein Roboter einem Objekt folgen und dabei auch Hindernissen ausweichen kann. Als Wegweiser dient neben Infrarotsensoren die Bibliothek OpenCV, die im Bereich des maschinellen Lernens für die Bildverarbeitung eingesetzt wird.

Ein weiterer glücklicher Gewinner ist 3D Controller. Auf der Projektseite von Android Experiments heißt es dazu:

A purposeful second-screen experience that uses your phone to augment the available sensors of Chromecast hardware. Plus with the expansion of Sensor Hub stack, we can really see this as a viable way to interact with all kinds of Cast apps.

Sie können sich darunter noch nicht viel vorstellen? Hier sehen Sie das Projekt in Aktion:

„Die App gibt’s nicht für Android“: Pah, Schnee von gestern

Der Android-iOS-Glaubensendloskrieg könnte ein Ende haben. Ungefähr so kündigt Tendigi seine neuste Entwicklung an: „The holy war is over, brethren.“

Mithilfe eines 3D-Druckers haben die Entwickler eine Hülle entwickelt, mit deren Hilfe aus einem iPhone ein Android-Gerät gezaubert werden soll. Streng genommen ist es mehr als eine Hülle, schließlich bietet sie den gesamten Unterbau, das iPhone wird quasi nur als Bildschirm genutzt:

Den kompletten Entstehungsprozess – auch als Inspiration zum Nachmachen? – finden Sie auf dem Tendigi-Blog.

Das ist nicht das erste Mal, dass Apple-Geräte bei Tendigi dafür herhalten mussten, um darauf etwas abzuspielen: So haben sie beispielsweise schon Windows 95 auf die Apple Watch gebracht.

Smartwatch: Outlook für Android Wear

Microsoft Outlook auf der Smartwatch: Mit einem Update in dieser Woche zieht Outlook auf die Smartwatch. Hier soll der Mail- und Kalenderdienst von Microsoft nicht als gewöhnliche App aufzurufen sein, wichtige Informationen wie anstehende Termine oder ungelesene Mails sind als Watchface immer abrufbar.

Outlook Android Wear

Outlook Android Wear, Quelle: Office Blogs

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

 

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
Christoph Ebert
Christoph Ebert
Christoph Ebert stieß im Juli 2011 zum Online-Team von Software & Support Media. Als Redakteur kümmert er sich um das Portfolio von entwickler.press und ist verantwortlich für das Entwickler Magazin und entwickler.de. Davor betreute er die Portale WebMagazin.de, CreateOrDie.de und mobile360.de. Vor seiner Zeit in Frankfurt arbeitete der studierte Amerikanist und Tech-Geek als Redakteur für ein Heimkinofachmagazin im Süden Deutschlands.
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