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Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Faltbares Galaxy X1 von Samsung, Cherry Picking im Android SDK und Froyos Tod

Kypriani Sinaris
Planet Android

© Software & Support Media

Das ist ein Planet Android der Abschiede. Als würden sich die Entwickler dieser Welt denken, dass jetzt die beste Zeit wäre, sich von alter Software zu verabschieden, stirbt Froyo seinen seit langem absehbaren Tod, das Hangouts API ist nicht mehr verfügbar und Smartwatches treten den Rückzug an. Packen Sie lieber schon mal die Taschentücher aus.

YOLO Froyo: Jetzt ist es vorbei

Traditionell veröffentlichen die Android-Entwickler Mitte des Monats die Zahlen zur Android-Verteilung. Welche Version ist vorne mit dabei? Viel Spannendes passiert da meist nicht, naturgemäß schaut man hier vor allem auf die Verteilung der neusten Version des OS. Immer vorne mit dabei sind aber auch ältere Versionen wie KitKat oder Jelly Bean.

Im Januar erreicht Android KitKat 22,6 Prozent, Lollipop ist auf 33,4 Prozent der Geräte zu finden und Marshmallow bei 29,6 Prozent. Die jüngste Version, Android Nougat, ist mittlerweile auf 0,7 Prozent der Geräte installiert. Entwickelt sich Nougat etwa zum Sorgenkind? In vergleichbarer Zeit konnte Marshmallow den Sprung auf mehr Geräte schaffen.

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Android-Verteilung im Januar, Quelle: Android Developers

Tauchte im Dezember Froyo noch mit 0,1 Prozent auf, ist mit dieser Version jetzt Schluss. Die Version mit API Level 8 ist in der Januar-Statistik nicht mehr aufzufinden. An seine Stelle rückt jetzt jemand anderes: Denn jetzt können wir Gingerbread beim langsamen Tod zusehen. Mitte November wurde bekannt, dass Google den Support für Android Gingerbread einstellt.

ADB und Fastboot solo einsatzbereit

Wer gerne mal an seinem Android-Smartphone herumbastelt, der kennt die Android Debug Bridge (kurz ADB) und Fastboot. Beide sind Teil der Android-SDK-Platform-Tools und können beispielsweise zum Flashen eines OTA genutzt werden. Nun können die neusten Versionen der Tools separat von Android Studio und dem SDK geladen werden. Bisher musste dafür eben das SDK im Ganzen geladen werden. So wird Ihr System nicht mit Tools belastet, die das SDK mitliefert, die Sie aber nicht benötigen. Gute Neuigkeiten!

Hangouts API wird exklusiv

Der Messenger- und Videokonferenz-Dienst Google Hangouts ist 2013 erschienen und sollte Google Talk und den Google+ Messenger ersetzen. Nun wurde bekannt, dass Entwickler ab dem 25. April keinen Zugriff mehr auf das API von Hangouts haben werden. Der Termin gilt aber nur für bereits aktive Anwendungen mit der Hangouts-Schnittstelle, neue Apps können das API gar nicht mehr nutzen. Einen eigenen Blogpost auf dem Develoepr Blog gab es dazu nicht, die Beweggründe schildert Google dagegen in aktualisierten FAQs zum API:

This API was originally intended to support social scenarios for consumer users as part of Google+, whereas Hangouts is now turning to focus on enterprise use cases.

Also weg von der Community, hin zu Enterprise-Kunden. Wie Hangouts aber genau eingesetzt werden soll, bleibt eher unklar. Auf der Suche nach Alternativen für die sogenannten “social scenarios“ könnte Google Allo an Bedeutung gewinnen.

Desktop-Feeling fürs Smartphone: Das kannst du knicken

Erinnern Sie sich, im Juni letzten Jahres haben wir das erste Mal über faltbare Displays von Samsung gesprochen. Nun soll sich der koreanische Hersteller das Patent für ein faltbares Gerät gesichert haben, das sich auf die doppelte Größe aufklappen lässt. Gerüchte besagen, dass die neuen Geräte als Galaxy X1 und Galaxy X1 Plus in der zweiten Jahreshälfte 2017 auf den Markt kommen sollen. Die Entwicklung der Geräte soll unter dem Codenamen Project Valley erfolgen. Dabei ist nicht nur die Material-Technik interessant, die ein faltbares Display ermöglicht. Vor allem Software-seitig öffnet ein größerer Bildschirm neue Türen.

Smartwatches: Der Fail des letzten Jahres

Am Anfang sah noch alles vielversprechend aus. Auch hier auf JAXenter haben wir uns in diversen Beiträgen dem Thema Smartwatch gewidmet. Sie sollte uns nicht nur fitter machen, sondern manche Funktionen vom Smartphone aufs Handgelenk verlagern, ihren Vorteil als am Körper getragenes Gerät ausspielen und damit unsere Gewohnheiten ändern. So richtig auf die Straße hat es das Produkt trotz aller Prognosen nicht geschafft.

Wie Android Police berichtet, scheint nun der Verkauf der weiblichen Version der Huawei Watch eingestellt zu werden. Kommt da einfach ein neues, besseres Modell? Oder war es das erstmal? Android-Wear-2.0-Uhren können wohl erst im Frühjahr erwartet werden, wenn Google auch die zweite Version von Android Wear veröffentlicht. Bis dahin wird wohl kaum Nennenswertes auf dem Smartwatch-Markt passieren. Kommt Android Wear 2.0, wird sich aber zeigen, wie viele Hersteller noch auf die smarten Uhren setzen – trotz der enttäuschenden Verkaufszahlen.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter.de.
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