Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Ein Nexus von HTC, AsteroidOS und App-Download für Faule

Kypriani Sinaris

© Software & Support Media

In dieser Planet-Android-Woche brodelt die Gerüchteküche über ein neues Nexus-Modell aus dem Hause HTC, Entwickler werden von Google bei der Promotion für ihre Apps unterstützt, und mit AsteroidsOS kommt frischer Wind auf die Android-Wear-Uhr.

Alle Jahre wieder, kommt ein Nexus-Phone…

Die Geschichte der Nexus-Reihe zeigt, dass Google in jedem Jahr auf neue Hardware-Partner setzt. Nachdem im letzten Jahr LG das dritten Mal ran durfte und nach dem Nexus 4 und 5 auch das Nexus 5X produzierte, soll 2016 HTC frischen Wind in die Nexus-Welt bringen. Die kommenden HTC-Modelle sollen in zwei Varianten erscheinen: Neben einem kleineren 5-Zoll-Modell ist auch ein etwas größeres 5,5 Zoll-Smartphone geplant.

Das will das größte chinesische Mikroblogging-Portal Sina Weibo herausgefunden haben. Mit HTC heißt es für Google dann „back to the roots“, schließlich war es das taiwanische Unternehmen, welches mit dem Nexus One 2010 das erste Nexus-Phone produzierte. LlabTooFeR, geschätzter HTC-Insider, twitterte dazu:

Klingt ja schon ziemlich konkret. Spätestens zur Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai werden wir dann wohl mehr erfahren.

App-Download für Faule

Der klassische Weg, um an eine gewünschte Android-App zu kommen, ist: Playstore öffnen, suchen, downloaden, starten. Aktuell soll Google an einer schnelleren Alternative arbeiten. Wie Android Police berichtet, sollen Kunden in Zukunft schon über die Google-Suche die Applikation herunterladen können, ohne auf den Playstore weitergeleitet zu werden. Unterm Strich ist das irgendwie dasselbe in grün, nur vielleicht ein wenig schneller.

New Balance plant Android-Uhr

New Balance, der Sportartikelhersteller, der vor allem für seine Sneaker bekannt ist, soll eine eigene Android-Wear-Uhr planen. Gemäß der Unternehmensphilosophie sind Läufer die Zielgruppe, die durch das Tracken ihrer Aktivität im Training unterstützt werden sollen. Für die Uhr kooperiert New Balance mit Intel. Sie soll Weihnachten 2016 auf den Markt kommen, technische Details oder genauere Infos zur Optik sind noch nicht bekannt.

AsteroidOS

Wer für den Blick auf die Smartwatch mal wieder eine alternative Optik und Haptik wünscht, dem könnte das Open-Source-Projekt AsteroidsOS gefallen. Die Plattform basiert auf dem Software Framework OpenEmbedded, der Bibliothek libhybris, durch die die Android-Wear-Kompatibilität gewährleistet wird, und im Bereich der Grafik auf der Klassenbibliothek Qt5.

Das Projekt beschreibt sein OS selbst als „Created for Hackability“, heißt: Sie setzen komplett auf Modularität und überlassen dem Träger der Uhr die komplette Kontrolle über die Smartwatch.

Nähere Infos zur Android-Wear-Alternative finden Sie auch auf GitHub. Auf der Projektseite gibt es außerdem eine erste Installationsanleitung für die LG G Watch, momentan allerdings nur für eine Developer Preview.

Lesen Sie auch: Android für den Desktop-PC: Remix OS 2.0

Promotion Codes für Entwickler

App entwickeln, ab damit in den Play Store und dann… Dann passiert unter Umständen gar nicht mehr viel. Denn manchmal kann die Resonanz trotz etwas Werbung recht bescheiden ausfallen. Damit Sie selbst als Entwickler ein wenig mehr Buzz um Ihre Apps machen können, bietet Google nun die Möglichkeit, Promotion Codes zu erstellen. Damit können nicht nur ganze Apps sondern auch bestimmter In-App-Content zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist die Anzahl der Promo-Codes beschränkt, entsprechende Infos sollten in der Google Play Developer Console zu finden sein oder Sie schauen hier auf der Developer Console Hilfeseite rein.

BlackBerry und Android, das neue Dreamteam?

In der letzten Planet-Android-Woche berichteten wir von BlackBerrys Zukunftsplänen mit Android. BlackBerry möchte demnach 2016 voll auf Android-Smartphones setzen, nicht zuletzt wegen des gut angelaufenen BlackBerry Privs – dem ersten BlackBerry Smartphone, das neben altbewährten Standards wie einer physischen Tastatur und einem Fokus auf Sicherheit softwareseitig auf Android setzt. Welche Konsequenzen BlackBerrys Entscheidung für Entwickler hat, haben wir diese Woche Ekkehard Gentz gefragt, unter anderem Entwickler für BlackBerry-Anwendungen. Auf die Frage, was er von der Entscheidung hält, antwortete er:

BlackBerrys Android ist ja ein pures Android – wie Nexus Geräte von Google – das aber “gehärtet” wurde, um ein sicheres Gerät bereitzustellen. Dies erfolgte zunächst für Android 5.1.1 – im ersten Quartal 2016 wird dann Android 6 kommen. Damit wird es dann auch möglich sein, aus der BlackBerry Monitoring Software (DTEK) heraus direkt Apps einzelne Berechtigungen zu entziehen, wenn z.B. ein Zugriff auf Kamera oder Mikrophon o.ä. erkannt wird.

Ich finde es gut, dass BlackBerry 2016 weitere Android-Geräte entwickeln wird. BlackBerry ist jetzt nicht nur bei Enterprise-Services und Softwarelösungen cross-plattform aufgestellt, sondern auch im Smartphone-Sektor.

Auch wenn BlackBerry in den letzten Jahren für den breiten Consumer-Markt mit immer schlechteren Zahlen Schlagzeilen machte, so setzen Business-Kunden nach wie vor auf die Vorteile des OS:

BlackBerry 10 ist immer noch sicherer und hat mehr Zertifizierungen, als jedes andere mobile OS, was in regulierten Branchen und Regierungen sehr wichtig ist. Außerdem lässt es sich über den BlackBerry Enterprise Service (BES12) optimal administrieren und absichern. Mit dem BES12 kann man zwar auch Android oder iOS verwalten – u.a. durch Secure Workspaces, Android for Work oder Samsung KNOX. Aber es ist nicht dasselbe Level – dazu muss man sich nur die ganzen Policies anschauen, die für die jeweilige Lösung bereitstehen.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

Optische Spielereien

BrokenView ist ein APK, das Ihrer App eine etwas dramatischere Optik verleihen könnte. Views können damit wie Glas, das zerbricht, vom Bildschirm herabfallen. Nette Spielerei, vielleicht für die nächste Dating-App?

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Mit der UI Layout Library AndroidMosaicLayout können Gruppen von Views in 90 verschiedenen Mosaikstrukturen dargestellt werden. Wählt man hier den Zufallsmodus, können ganz nette Effekte entstehen, es lassen sich aber auch bestimmte Muster voreinstellen.

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API Summit 2018
Christian Schwendtner

GraphQL – A query language for your API

mit Christian Schwendtner (PROGRAMMIERFABRIK)

DDD Summit 2018
Nicole Rauch

Domain-Driven Design für Einsteiger

mit Nicole Rauch (Softwareentwicklung und Entwicklungscoaching)

Nextbit Robin

Auf Kickstarter wurde im letzten Jahr das Android Smartphone Robin vorgestellt, welches in diesem Monat die ersten Käufer erreichen soll. Derartige Projekte gibt es viele, also warum gerade darüber sprechen? Weil das Robin einen interessanten Ansatz wählt: Die Cloud ist direkt im Android OS integriert und zentraler Dreh- und Angelpunkt des Geräts. Apps und Daten wie Fotos, die der User nicht so oft benutzt, werden automatisch in die Cloud geschoben, damit passt sich das Smartphone dynamisch dem Verbraucherverhalten an.

Das Smartphone kommt außerdem mit unverschlossenem Bootloader und Open Source Drivern daher – ist also auch gegenüber CyanogenMod oder anderen ROMs offen. Die ziemlich gut gelaunte Vorstellung des Projekts sehen Sie hier:

Das Smartphone soll übrigens mit Android Marshmallow ausgestattet sein.

 

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

 

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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