Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Die finalen Android N APIs, Samsungs Abkehr von Android und SMS über den Facebook Messenger

Kypriani Sinaris
Planet Android

Planet Android, © Software & Support Media

In dieser Planet-Android-Woche freuen wir uns über die vierte Developer Preview zu Android N, spekulieren über Samsungs mögliche Abwendung von Android und verschicken auch SMS über den Facebook Messenger.

Neues zu Android N

Wie die kommende Version von Android heißen wird, ist nach wie vor unbekannt. Jetzt hat Hiroshi Lockheimer über Twitter einen kleinen Hinweis gegeben:

 Schauen Sie mal ganz genau hin: Welchen Suchbegriff hat er im offenen Browser-Fenster eingegeben? Unübersehbar steht dort Nutella. Zufall? Vielleicht. Ein guter Teaser ist es auf jeden Fall. In Kürze sollte der Name der neuen Version bekannt gegeben werden, denn die Abstimmung wurde offiziell beendet:

 

Und auch technologisch geht es weiter mit Android N: Die vierte Developer Preview ist da! Damit sind das Android N SDK und die APIs final. Mit dem Installieren des SDKs werden Projekte zu API-Version 24 upgedatet, womit sie auf dem neusten Stand sind und bereit für die Android N Features Multi-Window, Direct-Reply-Notifications und Co. Außerdem wird Entwicklern dazu geraten, die targetSdkVersion ebenfalls auf das API 24 zu aktualisieren, um die Android-N-spezifischen Features zu testen. Mit dieser Nachricht geht einher, dass bald erste native Android-N-Apps den Weg in den Play Store finden können – der Countdown geht also in die heiße Phase!

Die neuste Developer Preview ist verfügbar für die Geräte: Nexus 6, Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus 9 und Pixel-C-Geräte, sowie das Sony Xperia Z3.

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Sagt Samsung Android adé?

Samsung ist eigentlich bekannt dafür, seine Smartphones mit Android auszustatten. Vielen dürfte Tizen, das Betriebssystem, das Samsung gemeinsam mit Intel und der Linux Foundation entwickelt hat, daher gar nicht so geläufig sein. Es gibt momentan einige Smartwatches von Samsung, die mit Tizen laufen. Immer wieder bemühte sich Samsung in der Vergangenheit, das Betriebssystem unter die Leute zu bringen, wie beispielsweise mit dem Smartphone Z1, das vor allem für den indischen Markt konzipiert wurde. Doch hier in Europa hat das Z1 den Bekanntheitsgrad von Tizen nicht wirklich erhöht.

Nun berichtet 9to5Google, dass Samsung verstärkt auf Tizen setzen möchte und nicht nur Smartwatches, sondern auch seine anderen Produkte wie Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem ausstatten will. Es heißt:

Samsung plans to “cut its heavy reliance on the Google Android platform,” according to Korea Times. “If you don’t have your own ecosystem, then you will have no future,” an unnamed Samsung executive told the publication.

Um tatsächlich mit der Konkurrenz mithalten zu können, müsste Samsung aber erst ein eigenes Tizen-Ökosystem etablieren. Keine leichte Aufgabe, schließlich ist Android mit seinem starken Play Store Marktführer. Wie tiefgreifend Samsung tatsächlich Änderungen plant, ist nicht nur unklar, sondern durch das Risiko, seine starke Position als Android-Hardware-Lieferant aufzugeben, auch noch eher fragwürdig.

SMS über den Facebook Messenger

Zugegeben, SMS sind ein Medium, das heute nicht mehr wirklich genutzt wird, schließlich gibt es zahlreiche kostenfreie Messenger à la WhatsApp. Wie Facebook nun bekannt gegeben hat, ist es in der Android-Version des Messengers möglich, nicht nur Facebook-Nachrichten, sondern eben auch SMS zu verschicken. Das mache zusätzliche Nachrichten-Apps obsolet, so entsprechender Facebook Post.

Um dem Konsumenten seine neuste Idee näher zu bringen, beweist Facebook dabei ein Einfühlungsvermögen für altersgemäße Standard-Use-Cases:

We know that people receive messages via both SMS and Messenger – for example your best friend sends you GIFs on Messenger whilst your mom only uses SMS – we want to make it easier to stay in touch with all the people you care about.

Android Jelly Bean, Android KitKat: Gekommen um zu bleiben

Das finale Release von Android N naht, da macht es Sinn, einen Blick auf die aktuelle Versionsverteilung zu werfen. Ältere Kandidaten wie Jelly Bean und KitKat sind daraus wohl nicht mehr wegzudenken – ein Effekt, der aufgrund der vielen älteren Geräte, die im Umlauf sind und herstellerseitig keine Updates mehr bekommen, vorherzusehen ist. Und wie läuft es bei Marshmallow? Die aktuelle Version erschien im Oktober 2015 und ist momentan auf ca. zehn Prozent der Geräte zu finden.

Android-Versionen

Android-Versionen im Juni 2016, Quelle:Android Developers

Im Vergleich zum Januar ist das ein bemerkenswerter Sprung: Hier lag der Anteil von Marshmallow noch bei 0,7 Prozent, im April waren es schon 4,6 Prozent.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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