Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Google Crowdsource, neue Pläne für die Nexus-Reihe und Android Nougat auf dem Raspberry Pi 3

Kypriani Sinaris
Planet Android

© Software & Support Media

Hat sich ein Markenname erst mal etabliert, so ist es gar nicht leicht diesen zu ändern – und manchmal auch nicht klug. Nun werden Gerüchte laut, dass Google seiner Nexus-Reihe nicht nur einen neuen Namen geben will, sondern das gesamte Konzept verbessern will. Was in dieser Woche auf dem Android-Planeten noch los war: Android Nougat auf dem Raspberry Pi 3, GIFs über WhatsApp versenden und die neue App Google Crowdsource.

Tschüssi Nexus, hallo G!

Google pflegt seine Nexus-Reihe seit Jahren: Seit 2010 verging kein Jahr, in dem Google nicht ein neues Nexus-Gerät auf den Markt gebracht hat. Das attraktive daran: Sie kommen von Google selbst und sind daher Software-seitig immer auf dem neusten Stand. Nun berichtet Android Central, dass die kommende Generation nicht mehr den Namen Nexus tragen soll. Auf der Rückseite der Geräte soll stattdessen ein großes G zu sehen sein. Welchen Namen die Reihe dann tragen soll, wird nicht verraten, möglicherweise Google Sailfish und Google Marlin?

Eine viel spannendere Information ist laut Android Central, dass Google nicht nur einen neuen Namen für seine Geräte planen könnte. Vielmehr plant der Konzern, den Smartphones Software-Extras zu spendieren, die andere Android Phones nicht erhalten – quasi ein erweitertes Android. Rückblickend passt der Kommentar von Google CEO Sundar Pichai auf der Code Conference im Juni, dass Google „more opinionated about the design of the phones.“ werde. So sollen sich Hardware und Software noch stärker ergänzen und von den Produkten anderer Hersteller unterscheiden.

Android Nougat auf dem Raspberry Pi 3

Android Nougat wurde in der letzten Woche veröffentlicht, bisher haben aber nur wenige Nutzer das Update erhalten. Wer einen Raspberry Pi 3 besitzt, der könnte damit mehr Glück haben.Im Android Open Source Project (AOSP) findet sich seit einiger Zeit ein Eintrag, der besagt, dass der Raspberry Pi 3 in Zukunft zu den von Google unterstützten Geräten gehören wird. Es wurde bereits ein entsprechendes Verzeichnis angelegt, das aber derzeit noch leer ist.

Das folgende Video zeigt, wie der User Sahaj Sarup Android Nougat mit seinem Raspberry Pi zusammengeführt hat. Aber Vorsicht, das ist so wackelig wie es aussieht. Denn der Bastler hat hier eine nicht offizielle Portierung vorgenommen, eine offizielle Unterstützung von Google gibt es dafür eben noch nicht:

Freiwillige vor

Google hat mit Crowdsource eine App gelauncht, mit deren Hilfe die hauseigenen Dienste wie Google Translate oder Maps verbessert werden sollen. In der Beschreibung heißt es, dass die App kleine Aufgaben vorgibt, die innerhalb von fünf bis zehn Sekunden zu lösen sind. Google sammelt dabei, wie könnte es anders sein, fleißig Daten. Auf deren Grundlage sollen Verbesserungen in den einzelnen Diensten angestoßen werden. Die Entwickler scheuen nicht den leicht pathetischen Satz:

Everytime you use it, you know that you’ve made the internet a better place for your community.

Gleichzeitig heißt das: Einen Blumentopf gewinnt hier keiner. Google setzt auf die freiwillige Mitarbeit von Gut-Nerds. Eine Aufgabe könnte dabei zum Beispiel sein, Objekte zu benennen, die auf einem verschwommenen Bild zu sehen sind oder das erkennen von Handschrift. Mit jeder Eingabe lernt Google dazu. Wenn das die Services wirklich weiterbringt, dann gibt es vielleicht keinen Blumentopf, aber eine gut funktionierende App ist auch nicht zu verachten.

Crowdsource können Sie kostenfrei im Google Play Store laden.

GIFs über WhatsApp versenden

Animierte GIFs sind in Chats und auf Social-Media-Kanälen nicht mehr wegzudenken. Und selbst die langweiligste Präsentation lässt sich mit einem (Katzen- oder Game-of-Thrones-)GIF aufpeppen. Und so dürften viele über die Nachricht erfreut sein, dass WhatsApp bald die Konvertierung von kurzen Videos in GIFs unterstützen soll. In der aktuellen WhatsApp Beta ist dieses Features bereist aufgetaucht, es dürfte also nicht mehr lange dauern, bis es für Android User verfügbar ist. Einzige Voraussetzung: Das Video darf nicht länger als sechs Sekunden sein.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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