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Planet Android: Android Wear Update, App Cloner und die Frage nach der richtigen Bildschirmgröße

Kypriani Sinaris
Planet Android

© Software & Support Media

Das neue iPhone SE wird gerade mal 4 Zoll Bildschirmdiagonale haben – dagegen halten Android-Modelle wie das Samsung S7, das mit ganzen 5,5 Zoll deutlich größer ist als der Apple-Konkurrent. Aber welche Bildschirmdiagonale ist die richtige? Welche Diagonale sollte ein Entwickler quasi als Standardgröße beim Design seiner App im Sinn haben? Dieser Frage gehen wir auf den Grund. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Apps klonen können, welche neue Identität der Googlebot angenommen hat und welche Neuerungen das aktuelle Android Wear Update bereit hält.

Von klein, zu groß, zu klein: Mit dem iPhone SE sprechen wir wieder über Bildschirmgrößen

Die Mobile-Welt blickte Anfang der Woche nach Cupertino: Dort hat Androids großer Konkurrent Apple in seiner Keynote unter anderem das neue iPhone vorgestellt. Hierbei machten nicht unbedingt die neuen Features unter der Haube Schlagzeilen, sondern vor allem die Bildschirmgröße des Smartphones. Nachdem mit der sechsten Generation das iPhone ein Stückchen wachsen durfte – man erinnere sich, vor langer, langer Zeit hatte das iPhone 4 noch kleine 3,5 Zoll zu bieten – schrumpft es nun wieder auf die 4-Zoll-Diagonale des iPhone 5.

Die Android-Welt hält ähnliche Bildschirmvariationen bereit: Samsung bringt zu jedem seiner Modell immer auch die kompaktere Mini-Variante heraus, gleichzeitig bieten Phablets wie das Huawei Ascend Mate 7 deutlich mehr Fläche für Spiele, Filme und Co. Auch das neue Samsung s7 Edge gehört mit einer Diagonalen von 5,5 Zoll schon eher in die Kategorie Phablet.

Was bedeutet das genau? Ist Apple nun auch bereit, mehr Gerätevielfalt zuzulassen, so wie bei Android? Oder ist das kleinere Display ein neuer Trend, dem jetzt auch andere Hersteller folgen könnten? Wir möchten Sie in einem kurzen Quickvote fragen:

Welche Bildschirmdiagonale für Smartphones finden Sie optimal?

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Auf dem Android Developer Blog heißt es, dass momentan die meisten Nutzer (85,1 Prozent) eine Bildschirmdiagonale von 3-4,5 Zoll bevorzugen, gefolgt von einem etwas größeren Bildschirm von 4-7 Zoll (8,2 prozent). Interessant werden solche Beobachtungen, wenn man beispielsweise an das kommende Multi-Window-Features in Android N denkt.

Das neue iPhone SE ist aber nicht nur kleiner, sondern auch deutlich günstiger als seine Vorgänger. Man bedenke: Die Bedeutung des asiatischen Markts wächst stetig. Mit dem iPhone 6 und 6 Plus – mit 5,5 Zoll das größte iPhone auf dem Markt – sollte hier zunächst die Begeisterung für Phablets bedient werden. The Verge kommentiert die Rückkehr zum kleineren Bildschirm nun mit klarer Kalkulation: Wenn sich Apple in Asien durchsetzen wolle, dann entscheide am Ende der Preis über der Bildschirmdiagonalen. The Verge betont außerdem, dass es kein Android-Smartphone gebe, das auf 4-Zoll vergleichbare Power mitbrächte. Haben Sie recht damit und geht der Trend wieder in Richtung kompakt statt riesengroß?

RxWear

Android-Entwickler, die sich mit dem Managen von Google API Clients schwer getan haben, könnten in RxWear eine Lösung finden. Die Reactive-Wearable-API-Bibliothek für Android und RxJava fasst das Wearable API in RxJava Observables und Singles zusammen und erleichtert Entwickler um das Managen von GoogleAPIClients. Auch die Kommunkation zwischen dem Smartphone und der Wear App soll mit Helper-Klassen vereinfacht werden. Mehr Infos gibt es auf der GitHub-Seite des Projekts.

Android Wear App Update und ein kleiner Trick

Am Montag gab es ein Update für die Android Wear Companion-App. Zu den neuen Funktionen gehört das Abspielen von Musik und das Annehmen von Anrufen – falls man in Besitz einer mit Lautsprechern ausgestatteten Uhr ist – das Versenden von Nachrichten über WhatsApp und andere Messenger, neue Handgelenksbewegungen sowie Sprachoptionen. Android Police schlägt außerdem einen Trick vor, mit dem Nutzer einer Smartwatch verhindern, dass die Uhr die Verbindung zu dem Smartphone verliert: Das kann nämlich an dem Doze-Modus in Android Marshmallow liegen. Dieser versetzt Apps, die gearde nicht genutzt werden, in einen Dornröschenschlaf, um Akku zu sparen. Im Fall der Android Wear Companion-App bedeutet dieser Schlafmodus aber gleichzeitig, dass gewisse Antworten der Uhr nicht versendet werden würden. Falls Sie das verhindern möchten, sollten Sie die Android Wear App aktiv von der Doze-Liste entfernen.

Der Googlebot wird ein Android

Der Googlebot ist ein Webcrawler, der das Internet nach neuen Inhalten scannt und diese dann dem Google Index hinzufügt, dem wiederum die Suchmaschine Google unterliegt. Um die Performance der Inhalte auf verschiedenen Geräten zu testen, gibt der Googlebot vor, ein Smartphone, Tablet oder Laptop zu sein. Bisher gab der Googlebot vor, ein iPhone zu sein, jetzt haben die Entwickler bekannt gegeben, dass ab dem 18. April sein neues Ich ein Nexus 5X sein soll. Das hängt damit zusammen, dass Google Chrome Safari als Browser abgehängt hat, denn die Entwickler betonen:

We’re updating the user-agent string so that our renderer can better understand pages that use newer web technologies. Our renderer evolves over time and the user-agent string indicates that that it is becoming more similar to Chrome than Safari.

Gadget für multiple Persönlichkeiten

Die kostenlose Android-App App Cloner verdoppelt Apps – wie der Name schon vermuten lässt. Was bringt das? Gerade bei Apps, die keinen Multi-Account-Support bieten, könnte man so trotzdem mehrere Accounts mit separat installierten Versionen einer App bedienen. Leider geht das nicht mit jeder App, in der Beschreibung im Google Play Store finden Sie eine Liste aller Anwendungen, die geklont werden können. Nicht klonbar sind demnach beispielsweise WhatsApp, Snapchat oder der Facebook Messenger, bei Threema, Netflix, Instagram oder Flipboard können Sie aber beispielsweise einen privaten und einen geschäftlichen Account nutzen. Gleichzeitig soll es auch möglich sein, einen Default-Account zu definieren, der bei bestimmten Operationen gewählt wird.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

 

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter.de.
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