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Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Android Wear Smartwatch von Armani, Awareness API und was Android O mit Haferkeksen zu tun hat

Hartmut Schlosser

© Software & Support Media

Was passiert gerade auf dem Planeten Android? Gerüchte um den Namen von Android O, eine neue Designer Smartwatch mit Android Wear und ein Update für das Awareness API stehen diese Woche im Rampenlicht. Und da ist noch der Abschied eines alten Bekannten…

Android O – Haferkeks oder Vanilleschoko-Plätzchen?

Eine neue Runde beim Rätselraten um den Namen des nächsten Android Releases ist eröffnet. Wofür das „O“ in Android O stehen könnte – darüber war man sich ja fast schon einig. Zu einig? Da im Android O Quellcode das Kürzel dev.oc gefunden wurde, laufen jetzt die Spekulationen heiß, dass nicht „Oreo“ sondern „Oatmeal Cookie“ das Rennen machen könnte.

Haferkeks oder Vanilleschoko-Plätzchen? Vielleicht hängt das auch davon ab, wie kooperationswillig die Oreo-Macher von Nabisco sich zeigen. Bei Android K hatte das mit Nestlés KitKat ja schon einmal werbewirksam funktioniert.

Android Wear Smartwatch von Armani

So richtig eingeschlagen haben die Smartwatches mit Android Wear ja nicht gerade. Das mag einer der Gründe dafür sein, dass sich Hardware-seitig seit Monaten nicht viel Innovatives tut bei den klugen Uhren. Doch auch wenns keine technischen Neuerungen gibt, so leistet wenigstens die menschliche Eitelkeit Hilfestellung…

Denn smarte Watches sind längst in der Modewelt angekommen. Neben typischen Techunternehmen wie Samsung, LG, Huawai, Asus und Motorola haben auch Designergrößen wie Hugo Boss (Touch), Tag Heuer (Connected Modular 45) und Tommy Hilfiger (TH24/7) Uhren mit Android Wear im Programm.

Dazu gesellt sich bald ein Neuer: Emporio Armani hat auf der Milan Fashion Week eine Android Smartwatch angekündigt. Im September soll die Connected genannte Uhr verfügbar werden – softwareseitig mit Android Wear 2.0 ausgestattet, hardwareseitig auf Basis der Fossil-Technologie.

Punkten will die Uhr mit acht konfigurierbaren Watchfaces und elf verschiedenen Armbändern. Das Aufladen soll kabellos via Qi möglich sein, den Takt gibt ein Qualcomm Snapdragon Wear 2100 an. Wear-2.0-Standards wie Google Assistent und Play-Store-Zugriff ohne gekoppeltes Smartphone sind mit im Paket. Und da ist natürlich noch der prestigeträchtige Name Armani, der vielleicht das Verkaufsargument Nr.1 darstellt.

Kostenfaktor? Unbekannt. Richten wir uns zur Markteinführung am 14. September aber ruhig schon mal auf einen höheren Betrag ein.

Awareness API kennt jetzt Feiertage (und noch viel mehr)

Wer Android-Apps entwickelt, wird auf der letztjährigen Google I/O aufmerksam die Vorstellung des Awareness APIs verfolgt haben. Damit lassen sich Signale wie Ort, Wetter, Zeit und User-Aktivitäten für kontextspezifische App-Funktionen nutzen.

Zum Beispiel kann über das API abgefragt werden, ob ein User zu Fuß unterwegs ist und den Kopfhörer eingestöpselt hat – um ihm dann für diesen Kontext passende Funktionen in der App zur Verfügung zu stellen.

Wenn es allerdings um Zeitangaben ging, verstand das API bisher nur absolute Werte. Doch reden wir im Alltag immer von Sekunden, Minuten und Stunden? Nein! Auch „Am nächsten Wochenende“, „Nach Feierabend“ oder „Wenn die Sonne aufgeht“ sind Zeitangaben – nämlich semantische. Und genau solche semantische Zeitangaben werden ab sofort im Awareness API unterstützt.

Das Problem mit den absoluten Zeitangaben: Eine Lese-App, die beispielsweise nach Sonnenuntergang auf „Nachtmodus“ umstellt, musste bisher über ein Drittpartei-API gehen, um die absoluten Sonnenuntergangszeiten am aktuellen Ort des Users zu ermitteln.

Mit der Einführung von semantischen Zeitangaben für das Awareness API ist das nun nicht mehr nötig. Es stehen Konstanten wie TIME_INSTANT_SUNRISE und TIME_INSTANT_SUNSET zur Verfügung, die von der Plattform automatisch in absolute Zeitwerte umgewandelt werden. Auch gesetzliche Feiertage soll das API beherrschen:

// A local-time fence that is TRUE only on public holidays in the
// device locale that fall on Fridays or Mondays.
AwarenessFence.and(
    TimeFence.inTimeInterval(TimeFence.TIME_INTERVAL_HOLIDAY),
    AwarenessFence.or(
        TimeFence.inIntervalOfDay(TimeFence.DAY_OF_WEEK_FRIDAY,
                9 * ONE_HOUR_MILLIS, 11 * ONE_HOUR_MILLIS),
        TimeFence.inIntervalOfDay(TimeFence.DAY_OF_WEEK_MONDAY,
                9 * ONE_HOUR_MILLIS, 11 * ONE_HOUR_MILLIS)));

Ob das auch bei den je nach Bundesland verschiedenen Regelungen in deutschen Gefielden funktionieren wird? Testen Sie’s doch selber!

Byebye Android Market

Alles hat ein Ende – und das kommt in der Tech-Branche oft schneller als sonst wo. Als relativ langlebig hat sich indes der Auftritt des Android Market erwiesen. Android Market – sie erinnern sich? Genau – so hieß der Vorgänger des 2012 eingeführten Google Play Stores.

„Gab’s den denn überhaupt noch?“, werden jetzt einige fragen. Ja, seit der Einführung von Google Play existierte parallel dazu auch immer noch eine Version des Android Markets, um App-Entwicklern genügend Zeit zur Umstellung ihrer Apps zu geben.

Nun zieht Google allerdings einen Schlussstrich. Am 30. Juni 2017 wird der Android Market Client für Android 2.1 und frühere Versionen eingestellt. App-Entwickler werden das verschmerzen können, dürften sie ihre Apps doch längst angepasst haben. Allerdings sollen alte „Eclair“-Versionen von Android immer noch im Umlauf sein – entsprechende Nutzer werden dann keinen Zugriff mehr auf Apps im Android Market erhalten. Höchste Zeit also für ein Upgrade!

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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