Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Android Experiments, Live Templates und Goggle in der Google Kamera

Kypriani Sinaris
Planet Android

© Software & Support Media

Der gemeine Boilerplate Code ist lästig. In dieser Android-Woche zeigen wir Ihnen, wie Sie mithilfe von individuell eingestellten Live Templates in Android Studio mit weniger Arbeit mehr Code erzeugen können. Außerdem fordern wir Ihre Kreativität mit Android Experiments heraus und lenken mithilfe von der Library Road Runner von langen Wartezeiten ab.

Mögen die Spiele beginnen

Google fordert Ihre Kreativität heraus: Android Developer könne ab dieser Woche ihre Projekte für die Android Experiments I/O Challenge einreichen. Darunter versteht Google die kreative Verwendung von bereits bekannten, aber auch neuen Android Features, einzigartige visuelle Effekte und überraschende Projekte. Diese sollen aufzeigen, in welcher (neuen) Art und Weise Nutzer mit einem Gerät interagieren können.

Ein Beispiel für ein interessantes Android Experiment ist Inkspace. Damit können Zeichnungen im dreidimensionalen Raum verschoben werden:

Oder was halten Sie von TILT? Mithilfe einer Smartwatch und eines Smartphones wird hier eine Augmented Reality erschaffen:

Alle Projekte sind open source. Vorschläge können Sie noch bis zum 13. April auf der Android Developer Site einreichen.

Get more for less

Keine Sorge, es geht hier nicht ums Online Shopping. In einem Blogpost beschreibt Reto Meier, wie man mit weniger Code gleichzeitig mehr Code schreibt. Heißt: Mithilfe von Live Templates soll Boilerplate Code vermieden werden. Live Templates kommen passend zu Android Studio aus dem Hause JetBrains und helfen beim Einfügen oft genutzter Code-Segmente in Android Studio. Das folgende Video gibt einen kleine Pro-Tipp, wie Sie Ihre eigenen Live Templates in Android Studio schreiben können und so mehr Code mit weniger Tipparbeit erzeugen können:

9,3 Milliarden USD, und jetzt gebt euch die Hand

In dieser Woche durften wir einen weiteren Meilenstein im Rechtsstreit von Oracle und Google erleben. Sie erinnern sich, der Rechtsstreit basiert auf dem Streit um Java-APIs, auf die Oracle gerne Lizenzgebühren erheben würde. Dabei geht es Oracle aber nicht nur um die Patentverletzung an sich, auch der Gewinn, den Google seit 2008 mit Android einfahren konnte, ist immens und basiert ja auch irgendwie auf Java, so die Argumentation. Und so erfuhren wir diese Woche, dass Oracle von Google Pi mal Daumen 8,8 Milliarden US-Dollar verlangt, gemessen an Googles Profit durch das mobile OS Android. Im Vergleich wirken die Schadensersatzforderungen von 475 Millionen USD für die Nutzung der APIs und den Einsatz von Android durch Smartphone-Hersteller wie Peanuts. Google hält natürlich dagegen, schließlich werden zwar APIs genutzt, aber auf diesen basiere eben nicht der gesamte Umsatz von Android. Also, die Hand geben sich die zwei Parteien wohl noch nicht.

Lesen Sie auch: Neue Versionen der JavaFX-Lösungen: Gluon Release Train erreicht erste Zwischenstation

Road Runner

Niemand wartet gerne. Mit der Android Library Road Runner könnte daraus aber ein etwas angenehmeres Erlebnis werden: Damit können Entwickler ihre eigenen SVG Images als Ladeanimation erstellen:

Nähere Infos finden Sie auf der GitHub Page des Projekts.

Google Kamera bald mit Google Goggles Funktion?

Die App Google Goggels scannt nicht nur QR-Codes, sondern soll Sie auch mit Informationen zu den fotografierten Objekten ausstatten – wenn alles glatt läuft, fotografieren Sie also den Eiffelturm und Goggles verrät Ihnen nicht nur seinen Namen, sondern noch weitere Infos wie Baujahr und Co.

Google ist wohl der Meister der assoziierten Inhalte, mit Now on Tap will das Unternehmen diese Funktion noch erweitern. Nun werden Gerüchte laut, dass die Funktionen von Google Goggles in die Standard-Kamera-App eingebaut werden sollen. Außerdem soll es in der Weiterentwicklung der Kamera möglich sein, Elemente aus dem Bild auszuschneiden, indem man sie mit dem Finger einkreist – sogar bevor das Foto aufgenommen wurde, so die Insiderquelle. Können wir also bald unsere Umwelt scannen, auch ohne eine AR/VR-Brille?

Bis dahin: Im Play Store können Sie die Goggles App herunterladen und schon mal testen, ob sie hält, was sie verspricht.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

 

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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