Phusion Passenger kündigt an: Version 4 mit Support für JRuby und Rubinius

Judith Lungstraß

Erst vor einer Woche ist die Beta-Version des Phusion Passenger 4.0 erschienen, die das Apache- und Nginx-Modul zum Deployment von Ruby- und Python-Webanwendungen um den Support für verschiedene Ruby-Versionen und Python WSGI sowie um Multithreading-Funktionen erweiterte. Die zweite Beta-Version des polyglotten Anwendungsservers soll nun auch Support für JRuby (ab 1.7.0) und Rubinius bringen.

Laut Phusion ist JRuby eine exzellente Ruby-Implementierung für die Java Virtual Machine, die in letzter Zeit stark an ihrer Kompatibilität und Performance gearbeitet hat. Leider war der Anwendungsserver-Support für JRuby über lange Zeit hinweg deutlich limitiert. Mongrel und Thin unterstützten JRuby nur begrenzt, Unicorn, Goliath und eben auch der Phusion Passenger gar nicht. Wollte man JRuby nutzen, musste man auf J2EE Server wie JBoss, Tomcat, GlassFish, TorqueBox oder Puma zurück greifen. Das soll sich nun ändern, denn dank ApplicationPool und der Spawner-Architektur kommt JRuby auch in den Phusion Passenger 4.0.

Die Ruby-Implementierung Rubinius war Phusion zufolge anfangs noch sehr langsam und unterstützte keine MRI-nativen Erweiterungen. Mittlerweile habe sie sich aber gemacht und werde deshalb auch vom Phusion Passenger 4.0 supportet.

Die zweite Beta-Version von Phusion Passenger 4.0 soll demnächst kommen – wann genau, ließen die Entwickler nicht verlauten. Das aktuell stabile Release der Open-Source-Variante trägt die Versionsnummer 3.0.17 und kann unter phusionpassenger.com heruntergeladen werden.

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Judith Lungstraß
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