Pepsis Android-Pläne

Pepsi P1: Ob ein Android-Phone eine prickelnde Idee ist?

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/tanuha2001

Android ist beliebt, Android ist weit verbreitet. Was macht man also, wenn man in den „Technikmarkt“ einsteigen möchte …? So oder so ähnlich könnte Pepsi gedacht haben, als das Unternehmen, welches man vor allem durch seine diversen Softdrinks kennt, den Plan für ein eigenes Smartphone entwarf. Das Gerät hört auf den Namen Pepsi P1 und soll vorerst auf dem chinesischen Markt angeboten werden. Bleibt die Frage: Warum macht Pepsi das überhaupt?

Die geleakten Informationen, die auf der chinesischen Social-Media-Seite Sina Weibo kursieren, weisen auf ein Release am 20.10.2015 hin. Preislich soll das Smartphone den bisherigen Eckdaten zufolge bei 1299 Yuan (rund 180 Euro) liegen.

Außerdem soll das Pepsi P1 mit einem 5,5 Zoll Display, 2 GB RAM und einem internen Speicher von 16 GB ausgestattet sein. Die Kameras sollen mit 13 Megapixel in der Rückenkamera und 5 Megapixel in der Frontkamera aufwarten.

Eine Frage bleibt offen: Warum macht Pepsi das überhaupt? Das ist unklar. Moderne Großunternehmen stellen sich zwar breit auf, zwischen Softdrinks und Smartphones liegen allerdings Welten. Daher häufen sich im Netz die Spekulationen über mögliche Beweggründe: Manche halten es schlichtweg für einen Witz; der folgende Reddit-User vermutet keinen neuen Geschäftszweig für die breite Masse sondern eher ein Merchandise-Produkt hinter dem Pepsi P1:

Und tatsächlich würde das ja wieder zu Pepsi passen, das Unternehmen ist im Bezug auf Events, Gewinnspiele und Co. ja ziemlich aktiv. Vielleicht ist die Verbindung zwischen Smartphone und Softdrink aber doch näher als gedacht:

Lifestyle

Ob das Pepsi P1 nun ein Marketing-Gag ist oder den erstzunehmenden Einstieg ins Mobile-Business darstellt, sei einmal dahin gestellt. So absurd die Idee auf den ersten Blick erscheinen mag – sie könnte genauso gut Ausdruck eines Trends sein, der längst um sich greift: Vorbei sind nämlich die Zeiten, da sich Unternehmen über ein festgelegtes Produktportfolio definieren.

Uhrenhersteller wie Tag Heuer oder Fossil bringen Smart Watches heraus, Google bastelt (unter vielem anderen) an selbstfahrenden Autos, genauso wie Apple, die im Prinzip ihren Apfel auf jedes beliebige Produkt kleben könnten.

Denn verkauft werden nicht nur Produkte, sondern ein Lifestyle, eine Haltung, symbolischer Status. Wenn Kunden das Lebensgefühl schätzen, das eine Marke vermittelt, dann nehmen sie dieses Gefühl auch gerne in andere Produktwelten mit, auch wenn diese nicht direkt mit dem Gründungsportfolio verwandt erscheinen.

In diesem Licht betrachtet könnte die Information, dass das Pepsi Phone in China veröffentlicht werden soll, sogar die Vermutung nähren, dass das Unternehmen hier einen starken Markt für Produkte sieht, die den „American Lifestyle“ vermitteln. Schöne Neue Welt…

Aufmacherbild: tanuha2001 / Shutterstock.com

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: