Payara: Rund-um-die-Uhr-Support für GlassFish

Michael Thomas

Payara-Logo (Quelle: www.payara.co.uk)

Ende 2013 kündigte Oracle an, den kommerziellen Support für sein quelloffenes Open-Source-Anwendungsserver-Projekt GlassFish einzustellen. Die Anwender reagierten verständnislos und verunsichert; man sprach davon, Oracle vollziehe „eine Rolle rückwärts“. Tatsächlich schien es nämlich so, als würde sich GlassFish von einer reinen Referenzimplementierung zu einem der zuverlässigsten Java-EE-Server entwickeln.

Trotzdem machte Oracle klar, dass es keine kommerzielle 4.x-Version von GlassFish mehr geben und sich das Unternehmen stattdessen auf den WebLogic Server konzentrieren werde. GlassFish hingegen sollte zu einem reinen Community-Projekt werden, was jedoch seine Produktionsreife und den weiterhin hohen Grad an Qualität, Stabilität und Performanz in Frage stellte.

Payara und Payara Server springen in die Bresche

Zumindest die letztgenannten Probleme gehören der Vergangenheit an: Bei dem im Oktober 2014 lancierten Payara handelt es sich um einen technischen Rund-um-die-Uhr-Software-Support-Service für GlassFish Server Open Source Edition.

Abgesehen von diesem Support wird mit dem quelloffenen Payara Server zudem einen Drop-in-Ersatz für GlassFish angeboten. Der auf Grundlage des Upstream-Source-Trees von GlassFish gebaute Payara Server verspricht vierteljährliche Releases, die Verbesserungen und Bugfixes für GlassFish und abhängige Bibliotheken wie Tyrus, Eclipse Link, Jersey, Metro und andere umfassen sollen. Payara stellt dabei keine Abspaltung dar: Das Team plant, alle Verbesserungen an Payara Server auch in GlassFish zu integrieren.

Zur Zeit unterstützt Payara die GlassFish Server Open Source Edition-Versionen 3.1.2.2 und 4.1 sowie die Payara Server-Version 4.1.

Roadmap

Langfristiges Ziel des Teams ist es, Payara Server zu einem herausragenden Anwendungsserver für Betriebsumgebungen zu machen, weshalb der Fokus vor allem auf DevOps liegt. So soll zukünftig beispielsweise eine Unterstützung erweiterter Datenbankfeatures wie Oracle RAC sowie eine Integration mit bekannten Identity Management-Produkten wie Open IdM realisiert werden.

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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