Im Gespräch mit Ian Skerrett

OrionHub: Die Browser-IDE von morgen?

Das Eclipse-basierte Projekt Orion zielt darauf ab, eine offene Integrationsplattform für die webbasierte Softwareentwicklung bereit zu stellen. Seit gestern ist Orion nun auch unter dem Namen „OrionHub“ als gehostete Browser-IDE verfügbar. Eclipse-Marketing-Chef Ian Skerrett klärt im Gespräch mit JAXenter, was es mit „OrionHub“ auf sich hat.

JAXenter: Hallo Ian! Was ist OrionHub?

Ian Skerrett: OrionHub ist eine gehostete Version der Orion-Technologie. OrionHub erlaubt es Entwicklern, die Orion IDE ohne Installation zu nutzen und mit der Technologie zu experimentieren.

JAXenter: Welche Funktionalität bietet das aktuelle Beta-Release?

Ian Skerrett: OrionHub basiert auf dem neuesten M6-Meilenstein-Release, das kürzlich vom Orion Team vorgelegt wurde. Es beinhaltet einen Editor für JavaScript, für die HTML- und CSS-Entwicklung, bietet eine Git-Integration und erlaubt es, beliebige weitere JavaScript-Tools zu integrieren.

JAXenter: Wie können Entwickler Zugang zu OrionHub erhalten?

Ian Skerrett: Ab sofort kann jeder unter www.eclipse.org/orion einen Account beantragen. Der Zugang ist allerdings auf die ersten 5000 Entwickler begrenzt, von denen wir gerne jedes Feedback entgegennehmen.

JAXenter: Auf welchem Stand ist das Orion-Projekt?

Ian Skerrett: Das Orion-Projekt befindet sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Der initiale Codebeitrag wurde von IBM im Januar geleistet. Derzeit liegt das Hauptaugenmerk darauf, eine Community um das Projekt zu versammeln. Wir haben gerade ein sehr gutes Planungs-Meeting hinter uns, bei dem Personen verschiedener Unternehmen teilgenommen haben. Wir möchten die Leute dazu ermuntern, Orion auszuprobieren, Feedback abzugeben und sich möglicherweise selbst am Projekt zu beteiligen.

JAXenter: Wie wird die Verlagerung der Software-Entwicklung in die Cloud deiner Meinung nach den Markt der Entwicklungstools verändern?

Ian Skerrett: Immer häufiger findet Software-Entwicklung heute in der Cloud und im Web statt. Angesichts der aktuellen Fortschritte der Browser-Technologie denke ich, dass es durchaus machbar ist, eine erstklassige Werkzeugunterstützung für die Entwicklung im Webbrowser bereit zu stellen. Web-basierte Tools haben das Potential, vielfältige Integrationen herzustellen und sind einfach zu deployen. Sie eröffnen zudem Möglichkeiten für neue Werkzeuge, etwa in den Bereichen Kollaboration oder Server-seitige Code-Analyse, welche bei der reinen Desktop-Entwicklung nicht denkbar wären. Wir befinden uns hier sicherlich noch am Anfang einer langen Entwicklung, doch in den nächsten Jahren werden wir einige Innovationen in diesem Bereich sehen.

JAXenter: Vielen Dank für dieses Gespräch!

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