Oracle gibt JRockit frei

Hartmut Schlosser

Oracle hat die JRockit Java Virtual Machine (JVM) freigegeben. Wie Oracle-Entwicklungsleiter Henrik Stahl bekannt gegeben hat, wurden im Zuge der geplanten Konvergenz der beiden JVMs HotSpot und JRockit auch die Lizenzbedingungen angepasst.

JRockit steht nun unter derselben Lizenz wie das Oracle JDK (das auch HotSpot enthält) – eine Lizenz, die weitgehend der Binary Code License (BCL) entsprechen soll, die Sun für verschiedene Java Downloads verwendet hatte.

JRockit ist damit zwar nicht Open Source, aber gratis für die „Entwicklung und interne Produktion auf General Purpose Computern“. Es wird weiterhin kommerzielle Features geben, für die spezielle Lizenzen erworben werden müssen (beispielsweise JRockit Mission Control, JRockit Real Time, JRockit Virtual Edition). Neu ist, dass diese Features nicht mehr als Bestandteil von Oracle-Produkten (z.B. als Teil des WebLogic Servers) erstanden werden müssen, sondern losgelöst für die Nutzung in beliebigen Java-Anwendungen bezogen werden können. Genauso wie das Oracle JDK ist ansonsten die Weiterverteilung von JRockit erlaubt.

Oracle erhofft sich durch diesen Schritt ein größeres Community-Feedback, insbesondere in Hinblick auf die konvergierte JVM-Version von JRockit und HotSpot. Diese Konvergenz-JVM soll als Teil des OpenJDK Open Source zugänglich gemacht werden. Die Quellcodes der aktuellen JRockit-Implementierung sollen indes weiter unter Verschluss bleiben.

JRockit steht auf dem Oracle Server zum Download bereit. Die neuen Lizenzbedingungen können hier eingesehen werden.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.