OpenWhisk verlässt den Inkubator der ASF

OpenWhisk: IBMs Serverless-Plattform wird Apache Top-Level-Projekt

Katharina Degenmann

© Shutterstock / ALEX S

Die verteilte Serverless-Plattform Apache OpenWhisk wurde von der Apache Software Foundation befördert. Das von IBM entwickelte Projekt hat den Sprung zum Top-Level-Projekt vollzogen und damit den Inkubator verlassen.

Apache OpenWhisk, eine Cloud-Plattform für Serverless Computing, hat den Schritt zum Top-Level-Projekt der Apache Software Foundation (ASF) geschafft – eine Bezeichnung für Projekte, die den Inkubator verlassen haben und über gute Communities sowie eine aktive Weiterentwicklung verfügen.

Der Sprung auf den neuen Projektstatus wurde u.a. von IBM begrüßt, das die erste Codebasis zur Verfügung stellte. Ende 2016, noch im Beta-Stadium, wurde das Open-Source-Projekt an die ASF übergeben, wo es seither in deren Inkubator reifte.

Features von OpenWhisk

Unter Zuhilfenahme von Containerd wird Apache OpenWhisk aktuell hauptsächlich zur Unterstützung von Container-Frameworks genutzt. Außerdem setzt die Serverless-Plattform auf Kubernetes, unter Verwendung von Helm-Charts. Zusätzlich ermöglicht das neue Top-Level-Projekt Support für das Container-Orchestrierungs-Framework Apache Mesos. Um Functions as a Service (FaaS) bereitzustellen, bietet die Serverless-Plattform Unterstützung diverser Werkzeuge an, darunter CouchDB, Nginx, Kafka und Docker.

Quelle: GitHub

Nutzer müssen sich nicht nur auf eine Sprache beschränken, sondern können je nach Anwendungsfall auswählen. Zur Verfügung stehen Node.js, Go, Java, Scala, PHP, Python, Ruby, Swift, Ballerina, .NET und Rust.

Auch der Support für Runtimes wurde auf Go, Java, .NET, PHP, Ruby, Rust und Ballerina ausgeweitet. OpenWhisk bietet Entwicklern inzwischen ein eigenes Kommandozeilen-Interface, API-Clients, einen Composer für funktionale Kompositionen und ein Package-Deployment-Tool.

OpenWhisk – Ausblick

Zukünftig soll das Projekt weiter ausgebaut werden. So verspricht Matt Rutkowski in der IBM-Ankündigung Unterstützung für Knative, Tekton CI/CD Pipelines und Kubernetes Event-Driven Autoscaling:

Even today, the OpenWhisk community is actively discussing new ideas for the future. A few areas of focus include integrating with the latest, open serverless technologies such as Knative, Tekton CI/CD pipelines, and Kubernetes Event-Driven Autoscaling (KEDA) and exploring use cases to allow new protocols with finer-grained access control to functions using edge service proxies like Envoy. The community is even discussing how to support heterogeneous clusters with new scheduling techniques. Matt Rutkowski

Über welche Features OpenWhisk außerdem verfügt, und alle weiteren Informationen im Detail, stehen auf dem Blog von IBM oder auf GitHub zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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