OpenSolaris Governing Board löst sich auf

Hartmut Schlosser

Das OpenSolaris Governing Board (OGB) hat bekannt gegeben, sich im letzten Board-Meeting am 23. August aufgelöst zu haben. Als Grund für diesen Schritt wird explizit auf die Entscheidung Oracles verwiesen, das OpenSolaris-Projekt nicht mehr in derselben Offenheit weiterführen zu wollen.

Oracle habe mehrfach Anfragen ignoriert, bei der zukünftigen Entwicklung von OpenSolaris mit dem OGB zu kooperieren. Am 13. August habe Oracle dann eine interne Mitteilung an die Mitarbeiter verschickt, die darüber informiert, dass Oracle die partnerschaftliche Entwicklung zwischen Oracle und der OpenSolaris-Community aufkündigt. Damit habe der OGB und die OpenSolaris-Community keinen Sinn mehr.

Without the continued support and participation of Oracle in the open development of OpenSolaris, the OGB and the community Sun/Oracle created to support the open Solaris development partnership have no meaning.

Die Bestrebungen, die OpenSolaris-Code-Basis offen weiterzuentwickeln, würden nun außerhalb von Oracle weitergeführt (ein Hinweis wohl auf Projekte wie Illumos). Die Resolution schließt mit der Bemerkung, dass die Verantwortung, ein neues OGB zu benennen, gemäß der OpenSolaris Charter nun auf Oracle zurückfalle.

Be it Resolved that the OpenSolaris Governing Board hereby collectively […] resigns, noting that under the terms of the OpenSolaris Charter section 1.1 (and Constitution 1.3.5) the responsibility to appoint an OGB passes to Oracle.

Am Meeting teilgenommen hatte Simon Phipps, Neale Ferguson, John Plocher, Joerg Schilling, Peter Tribble, Rich Teer und Alan Coopersmith. Gemäß dem Protokoll benötigten die 7 Herren weniger als 15 Minuten, um die Resolution zu verabschieden.

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Hartmut Schlosser
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