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OpenSocial 2.0 ist da

Claudia Fröhling

Das Google-Entwicklerteam hat das zweite Major Release der Social-Network-APIs OpenSocial veröffentlicht. OpenSocial 2.0 soll sich mehr mit anderen Open Source verfügbaren Social Spezifikationen integrieren, heisst es im Blog. Unterstützt werden jetzt Activity Streams, ein Mechanismus zur Definition von sozialen Aktivitäten über ein Actor/Object/Target-Format. Der Support soll die Interoperabilität von OpenSocial mit offenen Streams steigern. Die Unterstützung von ATOM wurde dagegen eingestellt.

Ein weiteres neues Feature stellt der Support von OAuth 2 dar, derzeit noch im so genannten Incubating Mode, da die OAuth-2-Spezifikation selbst noch nicht final freigegeben ist. Support für die alte Version 1.0a des offenen Authorization-Standards bleibt bestehen und wird nicht eingestellt. Ein weiteres Feature im Incubator-Modus ist Common Container, ein Set von Services für Container-Entwickler.

Parallel zum Major Release wurde auch der erste OpenSocial 2.0 Container mit dem aktuellen Shindig-3.0-Build veröffentlicht. Apache Shindig ist die Referenzimplementierung der OpenSocial-Spezifikation und dient als Container zum Hosten von Social Applications. Shindig besteht dabei aus vier Teilen:

  • Gadget Container JavaScript: allgemeine Gadget-Funktionalität (Security, UI Layout etc.)
  • Gadget Rendering Server: rendert XML in JavaScript und HTML
  • OpenSocial Container JavaScript: JS-Umgebung auf dem Gadget Container
  • OpenSocial Data Server: Implementierung des Server-Interface samt OpenSocial REST APIs

Mehr Informationen zu OpenSocial 2.0 finden sich in den Release Notes und im Blog.

Open was?

OpenSocial wurde 2007 von Google ins Leben gerufen und derzeit von der so genannten OpenSocial Foundation weiterentwickelt. Netwerke wie MySpace, die VZ-Gruppe und XING haben OpenSocial implementiert. In der Sprache von OpenSocial werden soziale Netzwerke
als Container und Anwendungen als Social Applications
(oder auch als Gadget) bezeichnet. Der Hauptgedanke
bei der Entwicklung von OpenSocial war die Vereinheitlichung
von Zugriffsfunktionen, um Profil- und
Kontaktdaten (Beziehungen zu anderen Nutzern) und
Aktivitäten (Nachrichtensysteme und Feeds) von einem
oder mehreren sozialen Netzwerken aufzurufen.

Dazu
müssen die Container das OpenSocial API implementieren,
und die Social Applications müssen auf der OpenSocial-Gadget-Architektur aufgebaut sein. Diese basiert auf
der von Google entwickelten Gadget-Architektur, die um
weitere Schnittstellen für den Zugriff auf die Container
Social Media API
erweitert wurde. Gadgets sind XML-Dokumente und
bestehen aus Metadaten, HTML- und JavaScript-Code.
Für die Integration des Gadgets übersetzt der Container
dessen XML-Spezifikation.

Wer mehr über OpenSocial und Socia-Media-APIs im Allgemeinen erfahren möchte, sollte einen Blick auf das Titelthema des Java Magazins 11.2010 werfen.

Geschrieben von
Claudia Fröhling
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