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OpenShift – JBoss in den Wolken

Schritt 1: Registrieren und Anmelden

Als erster Schritt wird ein OpenShift-Flex-Konto benötigt. Dieses kann man in der derzeitigen Testphase kostenfrei erstellen. Später soll diese Version kostenpflichtig zur Verfügung gestellt werden. Um das neue Konto nutzen zu können, ist eine Amazon EC2 Account ID einzugeben. Eine spätere Änderung ist interessanterweise nicht möglich. Fehlerhafte Eingaben können daher nicht korrigiert werden und das Ändern auf ein anderes EC2-Konto ist ebenfalls nicht möglich. Laut Informationen aus dem Red Hat OpenShift Forum soll diese Möglichkeit aber demnächst eingebaut werden. Hat man den Account erfolgreich erstellt, führt ein erstes Tutorial durch die Oberfläche der PaaS-Umgebung. Für das Deployment einer Anwendung steht zusätzlich auch ein Tutorial-Video sowie ein entsprechender Leitfaden zur Verfügung.

Das Einbinden des Amazon EC2 Accounts als Cloud-Anbieter ist mit den entsprechenden Schlüsseln und Zugangsdaten schnell und problemlos erledigt (Abb.2). Hier soll es später auch die Möglichkeit geben, andere Anbieter zu nutzen.

Abb. 2: Angabe der EC2-Authentisierungsinformationen
Schritt 2: Aufbau eines Rechnerclusters

Der nächste Schritt ist das Erstellen eines Clusters, bei der eine abgeschlossene Arbeitsumgebung definiert wird. Dies ermöglicht z.B. eine Trennung von Entwicklungs- und Produktivumgebung. Beim Anlegen eines solchen Clusters muss man sich festlegen, welcher Cloud-Account initial zur Ressourcenbereitstellung genutzt werden soll. In unserem Fall wird dafür der vorher bekannt gemachte EC2 Account genutzt. Weitere initiale Einstellungen sind die Festlegung der Minimalwerte, mit denen eine Serverinstanz gestartet werden soll, sowie ein Passwort, welches den sicheren Zugang über SSH erlaubt.

Hat man so ein Cluster erstellt, stehen weitere Funktionen und Einstellungen zur Verfügung (Abb. 3). Man hat die Möglichkeit, eine Auto-Scale-Funktion zu konfigurieren, die bei Überschreiten von Grenzwerten weitere Ressourcen automatisch bereit stellt. Mögliche Grenzwerte sind die CPU-Auslastung und die Anzahl von Requests. Desweiteren gibt es die Möglichkeit, eine Datenbank zu importieren oder zu exportieren, wenn man die Serverinstanz als Datenbank nutzen möchte. Auch einen Reiter für E-Mail-Konfigurationen steht zur Verfügung. Hat man sich durch die ersten Grundeinstellungen für das erstellte Cluster durchgekämpft, besteht nun auch die Möglichkeit, einzelne Serverinstanzen dem Cluster hinzuzufügen. Für das entwickelte Testbeispiel reicht der initial erstellte Server aus.

Abb. 3: Übersicht über die ClusterknotenAbb. 3: Übersicht über die Clusterknoten
(Vergrößern)

Schritt 3: Konfiguration der Anwendungsumgebung

Ist man so weit gekommen, kann man sich der eigenen Anwendung widmen. Hierfür gibt es die Möglichkeit, eine neue Applikation im entsprechenden Reiter zu erstellen. Man vergibt vorerst nur einen Namen sowie eine Versionsnummer und wählt den zu nutzenden Cluster aus. Danach kann die entsprechende Anwendung in der Übersicht ausgewählt und weiter bearbeitet werden (Abb. 4). Man bekommt als erstes einen Überblick über die bisher getätigten Installationen und eine DNS-Adresse als Zugangsreferenz (Cluster-DNS) für die Anwendung gezeigt. Im Bereich Components kann man die Komponenten auswählen, die von der Anwendung benötigt werden. Es gibt die Möglichkeit, den Anwendungstyp, den Web Server, den Applikationsserver, die entsprechende Sprachversion sowie eine Datenbankanbindung zu wählen. Zusätzlich können einige aus dem Open-Source-Umfeld bekannte Cloud-Produkte gewählt werden, wie z.B. die MongoDB.

Abb. 3: Übersicht über die ClusterknotenAbb. 4: Konfiguration der Anwendungsumgebung (Vergrößern)

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