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Neue IDE von Red Hat: OpenShift.io – die Entwicklungsumgebung der Zukunft

Dominik Mohilo

© Shutterstock.com / PaoloNikon

Mit OpenShift.io veröffentlichte Red Hat gestern eine kostenfreie Online-Entwicklungsumgebung für die Entwicklung Cloud-nativer und Container-basierter Anwendungen. Das quelloffene Tool ist eine Erweiterung der bereits verfügbaren Cloud-basierten Container-Plattform OpenShift Online und vereint in sich Features von bekannten Open-Source-Projekten wie fabric8, Jenkins und Eclipse Che.

Wer denkt, dass OpenShift.io lediglich dazu dient, kollaborativ Anwendungen zu entwickeln, der irrt. Die End-to-End-Entwicklungsumgebung erweitert die Entwicklungs-Tools, die bereits mit OpenShift Online zur Verfügung gestellt werden, und arbeitet nahtlos mit dieser Plattform zusammen. Während OpenShift Online es Nutzern ermöglicht, Container-basierte Anwendungen zu erstellen, deployen, hosten und skalieren, fügt OpenShift.io diesem bereits ansehnlichen Tool-Set eine Vielzahl an Funktionen aus anderen Open-Source-Projekten hinzu.

OpenShift.io – die Features

Durch die native Integration quelloffener Projekte wie fabric8, Eclipse Che, OpenJDK, PCP, WildFly Swarm, Eclipse Vert.x, Spring Boot und OpenShift selbst, wird es unnötig, individuelle Tool-Chains zu erstellen: Es ist schließlich alles bereits online vorhanden – und zwar vollständig integriert, sodass keine lokale Installation benötigt wird. Entwickler müssen sich auch nicht mehr mit der Docker- oder Kubernetes-Konfiguration bzw. YAML-Dateien herumschlagen.

Der Fokus von OpenShift.io liegt dabei ganz klar auf Simplizität. Bei der Nutzung der „next-generation Eclipse IDE“, Eclipse Che, innerhalb von OpenShift.io wird der Code etwa innerhalb von OpenShift-Containern erstellt und ausgeführt. Routes werden ebenfalls automatisch erstellt und es ist sogar möglich, ein ganzes Terminal aufzuziehen. Die Arbeit am Quellcode in Eclipse Che funktioniert dann durch die Weitergabe von URLs zur jeweiligen IDE-Session mit OpenShift.io so ähnlich, wie die kollaborative Arbeit an einem Dokument mit Google Docs.

Microservices erstellen leicht gemacht / Quelle: Red Hat

Teamarbeit wird bei OpenShift.io groß geschrieben

Auch sonst hilft OpenShift.io Entwicklern und Teams dabei, sich auf das Wesentliche, nämlich das Schreiben von Anwendungen, zu konzentrieren. In einem Space genannten, virtuellen Platz kann die Arbeit von Teams geplant werden – die Planung kann zum Beispiel auf agilen Methoden oder Scrum basieren aber auch Szenario basiert vonstattengehen.

In einem Blogbeitrag hat Brian Atkisson, Senior Principal Systems Engineer und Technical Lead des Teams für IT Identity und Access Management bei Red Hat, sieben besondere Features von OpenShift.io vorgestellt. Neben der Integration von Eclipse Che und Jenkins ist seiner Meinung nach auch das eingebaute Kanban Board ein besonderes Highlight. Das Board ist nämlich, anders als vergleichbare Web-basierte Boards, tatsächlich vollständig in die Entwicklungsumgebung integriert: Direkt innerhalb von OpenShift.io können auf diese Weise Git Commits, Issues usw. verwaltet werden, ohne die Daten zwischen anderen Web-Tools hin und her kopieren zu müssen.

One for all

Zusammengefasst kann man sagen, dass Red Hat mit OpenShift.io eine Entwicklungsplattform anbietet, die die möglichst schnelle und schmerzfreie Anwendungsentwicklung in jeder Projektphase abdeckt. So wird automatisch ein besonderes Augenmerk auf klassische DevOps-Ansätze gelegt und agile Softwareentwicklung gefördert. Egal ob kollaboratives Arbeiten am Source Code, Testing, Monitoring, Workspace-Management, Agile oder Continuous Integration bzw. Development mit Microservices – OpenShift.io ist auf die Ansprüche der Nutzer vorbereitet.

Regardless of what industry our customers are in, delivering new value through software will be key to their success. These next-generation products and services require next-generation development tools, a need that can be costly, time-consuming and difficult to implement for organizations that didn’t originate in the software world. Red Hat OpenShift.io provides a solution to this challenge by delivering necessary tools to develop, test and launch modern applications on top of an open application development environment hosted in the cloud.

–Harry Mower, Senior Director, Developer Programs bei Red Hat

Derzeit befindet sich das Projekt noch im Zustand einer Developer Preview und der Zugang ist begrenzt. Wer sich bereits vor der offiziellen Veröffentlichung mit der neuen Online-IDE auseinandersetzen will, braucht ein wenig Glück und vermutlich Geduld. Anmelden zur Vorabversion kann man sich auf OpenShift.io.

Lesen Sie auch: Browser-IDEs im Vergleich: Eclipse Che vs. Orion vs. Microsoft Visual Studio Code

Weitere Informationen zu Red Hats neuer Entwicklungsumgebung gibt es in der offiziellen Ankündigung auf dem Red Hat Blog und in der zugehörigen Pressemitteilung sowie natürlich auf der Homepage der Entwicklungsumgebung.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
Kommentare
  1. korrektor2017-05-04 08:06:44

    In der Überschrift fehlt am Ende ein "?". Für PR-Mitteilungen ist das hier der falsche Platz.

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