OpenShift: Erste PaaS-Lösung mit Support für Java EE 6

Hartmut Schlosser

Red Hats PaaS-System OpenShift unterstützt offiziell Java EE 6. Mit OpenShift soll es damit erstmals möglich sein, Java-Anwendungen gemäß dem aktuellen Java-Enterprise-Standard komplett in der Cloud zu entwickeln und bereitzustellen.

Die im Mai 2011 vorgestellte OpenShift-Plattform basiert auf dem JBoss Application Server und unterstützt verschiedene Programmiersprachen, Frameworks und Datenbanken, darunter Ruby, Python, Perl, PHP, Java EE, Spring, MySQL, SQLite, MongoDB, MemBase und Memcache.

OpenShift abstrahiert von unterschiedlichen Cloud-Anbietern und soll so die Nutzung der typischen Vorteile von PaaS-Systemen, wie flexible Skalierbarkeit, ohne die Verwendung proprietärer Bibliotheken spezifischer Cloud-Anbieter erlauben. Die von Java EE gegebene Herstellerunabhängigkeit bleibt erhalten.

OpenShift wird aktuell in zwei Varianten angeboten: Express ist kostenlos und bietet Unterstützung für Ruby, PHP, Perl und Python. Die Flex-Edition bietet eine kostenpflichtige Plattform mit Java-EE-6-Funktionalität. Eine freie Trial-Version kann auf der Projektseite bezogen werden.

Geplant ist außerdem eine Power-Variante, die zusätzliche Features wie Linux-Support und die Unterstützung von Binärkomponenten bereit halten soll. Integriert werden soll OpenShift auch in die JBoss Enterprise Application Platform 6, deren Markteinführung zu Beginn des nächsten Jahres erwartet wird.

Unten stehendes Video zeigt die Nutzung des OpenShift-Flex-Angebots im Zusammenhang mit einer Seam-Anwendung.

Eine Einführung in OpenShift geben Torsten Fink und Florian Schneble im JAXenter-Artikel: OpenShift – JBoss in den Wolken.

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Hartmut Schlosser
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