Suche
Außerdem: Amazons Dash Buttons werden digital

Inside IoT: Raspi-Alternative Asus Tinker Board & neues Wake Word für Amazon Echo

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock/Lemberg Vector studio

Die Highlights aus dem IoT-Universum. In dieser Woche geht es um das Release von openHAB 2, die Raspberry-Pi-Alternative Asus Tinker Board und Googles Initiative für smarte Projekte auf dem Raspi. Außerdem werden Amazons Dash Buttons digital, wir werfen einen Blick auf das AWS IoT Button Enterprise Program und Amazon Echo bekommt ein neues Aktivierungswort.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

openHAB 2 ist erschienen

Drei Jahre nach dem Start des Eclipse-SmartHome-Projekts ist es endlich soweit: openHAB 2.0, basierend auf Eclipse SmartHome, steht zur Verfügung. Das Release löst openHAB 1.8 ab, nur mit openHAB 1 kompatible Add-Ons werden weiterhin maintained. Sie sind jetzt in Version 1.9.0 verfügbar und können auf bereits vorhandenen openHAB-1.8-Installationen eingesetzt werden. Die mehr als 200 Add-Ons lassen sich zum Großteil auch mit openHAB 2 nutzen.

openHAB 2 selbst hat insgesamt 130 Bindings für unterschiedliche Geräte, Technologien und Protokolle. 57 davon setzen bereits auf die neuen 2.0-APIs, der Rest sind Bindings von openHAB 1. Neu dabei sind etwa Bindings für AllPlay, Miele@home und Tesla; über Erweiterungen lassen sich weitere Systeme anbinden, so zum Beispiel Amazon Echo.

Weiteres Augenmerk liegt auf den verbesserten User Interfaces. So sind beispielsweise alle neuen APIs und Features so designt, dass sie sich über UIs installieren und konfigurieren lassen. Somit ist erstmals eine reine UI-getriebene Installation von openHAB möglich, sodass auch technikfremde Nutzer das Smart-Home-System leichter bedienen können.

Des Weiteren bietet openHAB 2 einen besseren Support für Embedded Devices: Dank der rasanten Entwicklung in diesem Bereich laufen mittlerweile auch große Installationen von openHAB auf Einplatinenrechnern wie dem Raspberry Pi 2/3 oder dem PINE64. Für Freunde der kleinen Himbeere gibt es nun mit openHABian ein selbstkonfigurierendes Raspi-Setup, das alle notwendigen Komponenten automatisch installiert.

Ausführliche Informationen zu allen Neuerungen bietet der JAXenter-Artikel von Kai Kreuzer. Dort sind auch die jeweiligen Distribution-Packages zum Download verlinkt.

Raspberry-Pi-Alternative: Asus stellt Tinker Board vor

Die Konkurrenz schläft nicht: Asus hat den Mini-PC Asus Tinker Board vorgestellt, das sowohl optisch als auch von den möglichen Einsatzgebieten stark an den Raspberry Pi erinnert. Im Gegensatz zum rund 35 Euro teuren Raspi muss man für die Asus-Variante aber knapp 60 Euro investieren. Dafür erhält man dann aber auch mit 2 GB doppelt so viel Arbeitsspeicher wie beim Raspberry Pi. Als CPU kommt ein Rockchip RK3288 auf ARM-Cortex-A17-Basis zum Einsatz, dessen vier Recheneinheiten mit je maximal 1,8 GHz takten.

Daneben bietet das Board Support für 4K-Video, Gigabit-Ethernet, 802.11b/g/n WiFi und Bluetooth 4.0. Außerdem stehen vier USB-2.0-Ports, ein Micro-USB-Port, ein HDMI-Anschluss und 40 GPIO-Pins zur Verfügung. Die Abmessungen entsprechen in etwa denen des Raspberry Pi; allerdings ist fraglich, ob das Asus Tinker Board eine ähnlich hohe Akzeptanz wie der Raspi in der Community erlangen wird. Über Farnell lässt sich das Board schon vorbestellen; von Asus selbst gibt es noch keine weiteren Informationen.

Mit Google Tools für Raspberry Pi entwickeln

Der Software-Riese Google hat aufregende Pläne für das Jahr 2017: Eine ganze Reihe Smart-Tools – darunter auch solche für den Raspberry Pi – soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Dabei handelt es sich um Tools für die Bereiche Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Robotics, Wearables, Heimautomatisierung und IoT. Um das zu ermöglichen, ruft die Raspberry Pi Foundation alle Raspi-Enthusiasten dazu auf, Vorschläge für Tools einzureichen. Dafür steht ein Survey bereit, das Maker ab sofort ausfüllen können.

Dash Buttons werden digital

Ein weiterer Schritt in Amazons Bestreben, das Einkaufen so einfach wie möglich zu machen, ist getan: Der E-Commerce-Riese bietet ab sofort auf der Amazon.com-Homepage und auf dem Homescreen der App digitale Versionen seiner Dash Buttons an. Amazon erstellt automatisch Buttons auf Basis der eigenen häufig gekauften Artikel. Eine Bestellung wird über einen Klick auf den digitalen Button abgeschickt. Prime-Mitglieder sollen für Millionen von Produkten kostenlose virtuelle Ein-Klick-Buttons erstellen können. „Add to your Dash buttons“ ist ab sofort eine wählbare Option auf der Produktseite. Eigentlich ganz praktisch, spart man sich so doch die Anbringung der Dash Buttons im Haus.

Kurz vorgestellt: Das AWS IoT Button Enterprise Program

Der AWS IoT Button steht Unternehmen seit der AWS re:Invent 2016 zur Verfügung und soll ihnen dabei helfen, neue Dienste anzubieten oder bestehende Produkte mit einem Klick auf einen physischen Button zu verbessern. Mit dem AWS IoT Button Enterprise Program können Unternehmen einen programmierbaren AWS IoT Button zur Steigerung der Kundenbindung, Erweiterung ihrer Applikationen und zum Anbieten neuer Innovationen durch die Vereinfachung der User Experience nutzen. Amazon fertigt die Buttons, verwaltet Firmware und Updates und sorgt für die Security. Unternehmen müssen lediglich vorab den Einsatzzweck festlegen, zum Beispiel die von Amazon Dash bekannten Reordering-Services, aber auch ein Einsatz in der Lagerwirtschaft oder im Hotel-Check-Out sind möglich. Ein Überblick über alle Einsatzoptionen des AWS IoT Buttons und die richtige Konfiguration findet sich im AWS-Blog.

Computer! Amazon Echo bekommt neues Aktivierungswort

Der Traum unserer Star-Trek-Fans in der Redaktion ist wahrgeworden: Amazon Echo und Amazon Dot lassen sich ab sofort mit „Computer!“ aktivieren. Anstelle des langweiligen Alexa, Amazon oder Echo kann man sich jetzt wie auf der Kommandobrücke der Sternenflotte fühlen. Die Angaben zur nötigen Softwareversion variieren: Einige Nutzer können das Aktivierungswort bereits in Version 4812 ändern, andere erst mit 4540. Probiert es doch einfach mal aus und erzählt uns von euren Erfahrungen!

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.