Open Source gewinnt an Bedeutung

Christoph Reitz

Open-Source- und Linux-Lösungen werden im Jahr 2010 weiter an Bedeutung gewinnen und auch für geschäftskritische Applikationen stärker in Betracht gezogen werden, sagt Dr. Hellmuth Broda in Bezug auf eine Studie von Marktforscher Experton Group. Als Gründe dafür seien zu nennen, dass Open-Source-Middleware sich immer ausgereifter und stabiler präsentieren werde und über einen guten Support verfüge. Daher könnten solche Lösungen mittlerweile auch im kommerziellen Bereich und als Unternehmenssoftware als Konkurrenten zu proprietären Systemen auftreten.

Für Linux im Besonderen spräche, dass es auf fast allen Virtualisierungsplattformen laufe, auch auf Mainframes. Ein großer Schritt sei, dass nun auch der Hyper-V Hypervisor von Microsoft Linux-Support anbiete, so Broda. Er geht davon aus, dass kostenlose Linux-Distributionen sich vornehmlich in kleinen und mittelständischen Unternehmen etablieren können, da für große Unternehmen der kommerzielle Support fehle.

Der Wechsel zu Linux gehe vor allem auf Kosten von proprietären Unix-Systemen wie Solaris von Sun Microsystems oder UX von HP. Dabei werde Linux bisher hauptsächlich für das Darstellungsmanagement im Frontend eingesetzt und noch nicht so stark für die Entwicklung kritischer Unternehmens-Applikationen.

Auch auf dem Smartphone-Markt spielen Linux-basierte Lösungen eine immer stärkere Rolle. So nehme die Bedeutung von Googles Android immer mehr zu, auch wenn es noch nicht die Beliebtheit von Apples iPhone erreicht habe. Das liege allerdings hauptsächlich daran, dass für Googles Smartphone noch nicht ausreichend Applikationen zur Verfügung ständen.

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Christoph Reitz
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